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Bielefelds Polizeipräsidentin lobt Bürger für besonderen Einsatz in gefährlichen Situationen

Dank für couragiertes Verhalten

Bielefeld

Bielefelds Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere hat mehreren aufmerksamen Bürgern Dank und Anerkennung für ihr besonders couragiertes Verhalten ausgesprochen. Die Helfer waren besonders aufmerksam, schauten nicht weg und erkannten akute Gefahrenlagen.

Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere und Polizeidirektor Michael Erdmann danken D. Hennig für seinen besonderen Einsatz.  Foto: Polizei Bielefeld

„Sie sind bei Notlagen und Straftaten besonnen eingeschritten, haben weiteren Schaden von Opfern und Unbeteiligten ferngehalten oder sogar Menschenleben gerettet. Sie sind Vorbilder und verdienen unseren Dank und Respekt“, würdigte Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere das Verhalten der Helfer bei einem persönlichen Gespräch im Präsidium.

Polizeipräsidentin Dr. Katharina Giere und Polizeioberrat Christian Lübke danken Timo Syska. Foto: Polizei Bielefeld

Da gab es zum einen den Fall einer Frau, die während der Fahrt auf der A33 einen medizinischen Notfall aufgrund einer Erkrankung erlitt und ihr Fahrzeug nicht mehr unter Kontrolle hatte. Sie kreuzte die Fahrspuren, touchierte mehrmals die Mittelleitplanke und fuhr mit geplatztem linken Vorderreifen und mit etwa 145 km/h weiter auf der A33. Timo Syska befand sich zu der Zeit hinter dem Fahrzeug, erkannte die Situation und alarmierte sofort die Polizei. Er gab über Telefon Standortmeldungen an die Leitstelle durch und machte durch Warnblinklicht, Winken aus dem Schiebedach und vorsichtigem Blockieren der Fahrbahn den nachfolgenden Verkehr auf die Situation aufmerksam.

Dank seiner Beharrlichkeit – er blieb auf der A33, obwohl seine Ausfahrt nach Hause längst hinter ihm lag – konnte die Polizei das außer Kontrolle geratene Fahrzeug zum Stillstand bringen. Die Fahrerin wurde durch den Rettungsdienst medizinisch versorgt und kam glimpflich davon.

Ausgezeichnet wurde auch D. Hennig, der den Angriff auf eine Frau aktiv abwehrte. Ein Mann hatte seiner Ex-Partnerin abends an ihrer Arbeitsstelle aufgelauert und schlug mit einem Hammer auf die Frau ein. Die Frau erlitt schwere Verletzungen im Kopfbereich.

Nachdem der Angreifer die Frau und sich selbst mit einer Flüssigkeit übergossen hatte, misslang der Versuch, die Flüssigkeit zu entzünden – unter anderem, weil D. Hennig dem Täter das Feuerzeug aus der Hand schlug.

Darüber hinaus schrie er den Angreifer an und konnte ihn durch Tritte von der Frau trennen, rief den Notruf, kümmerte sich um das Opfer und gab den Polizisten eine präzise Personenbeschreibung, die kurz danach zur Festnahme des Täters in der Nähe des Tatortes führte. Die Frau überlebte den Angriff schwer verletzt.

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