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Argumente im Stadtrat für und gegen die Absage des Pollhansmarktes 2021 in Schloß Holte-Stukenbrock

„Das geht in die Geschichte ein“

Schloß Holte-Stukenbrock

Dem Schaustellerpaar auf der Zuschauertribüne konnte man ihre Enttäuschung ansehen, viele hatten aber schon damit gerechnet, dass der Pollhansmarkt das zweite Jahr in Folge ausfallen wird. „Diese Ratssitzung wird in die Geschichte des Pollhansmarktes eingehen“, sagte Bürgermeister Hubert Erichlandwehr am Dienstag nach dem Ratsbeschluss, der von CDU und Bündnis 90/Die Grünen getragen wird. „In 25 Jahren wird ein anderer Bürgermeister die Geschichte am Pollhansmontag beim Frühstück mit den Ehrengästen erzählen.“

Von Monika Schönfeldund

2019 war die Welt noch in Ordnung, als die Stadt die Schausteller auf dem Pollhansplatz begrüßt hat. Foto: Monika Schönfeld

Der Bürgermeister und Marktmeister Egon Henkenjohann berichteten, dass Großveranstaltungen wie Pollhans zwar rechtlich zulässig sind, aber eben mit Auflagen. „Keine Zelte, kein Feiern bis 2 oder 3 Uhr, Sperrstunde um 22 Uhr – das ist ein eingeschränktes Fest.“ Dazu komme die Maskenpflicht auf dem Platz – und die Notwendigkeit, dass mindestens 100 Sicherheitskräfte zusätzlich benötigt werden, die das kontrollieren. Die Marktbeschicker, so der Bürgermeister, stehen Gewehr bei Fuß, bieten an, selbst zu kontrollieren. Die Schausteller sind bereits im zweiten Jahr ohne das Einkommen aus den Volksfesten. Reinholdi und Wilbasen fallen aus, für viele große Fahrgeschäfte lohnt es sich nur, wenn ein Ort nach dem anderen angefahren wird. „Das könnten wir aber mit Fahrgeschäften aus der Umgebung kompensieren“, sagt Egon Henkenjohann. Er habe auch mit Gastronomen gesprochen, die seien zurückhaltend. „Es wird schwierig und kein Pollhans, wie wir es gewohnt sind. Ich spüre auch in der Bevölkerung starke Zurückhaltung. Viele sagen, sie wollen nächstes Jahr richtig feiern.“

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