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Der Gründerin des Freundeskreises Paderborn/Przemyśl gedacht

„Das Positive im Blick“

Paderborn

Anlässlich des zehnten Todestages von Heidi Wernerus-Neumann legte Bürgermeister Michael Dreier ein Blumengebinde auf ihrem Grab in Schloß Neuhaus nieder. Wernerus-Neumann war Gründungspräsidentin und erste Vorsitzende des Freundeskreises Paderborn/Przemyśl – ein Verein zur Festigung der Beziehung zwischen den Bürgern Paderborns und der Partnerstadt Przemyśl.

In Gedenken am Grab von Heidi Wernerus-Neumann (von links): Stefania Henning, Joachim Lohmann sowie Erika Kaiser vom Vorstand des Freundeskreises Paderborn/Przemyśl sowie Bürgermeister Michael Dreier und Ehrenpräsident des Freundeskreises Paderborn/Przemyśl, Karl-Ernst Neumann. Foto:

In seiner Gedenkrede lobte Dreier das unermüdliche Engagement von Heidi Wernerus-Neumann. „Sie war die große Garantin für diese Städtepartnerschaft, die ohne sie niemals so zustande gekommen wäre. Sie blickte bei allem, was sie tat, immer auf das Positive und leistete einen hervorragenden Beitrag zu der Verständigung der beiden Städte. Völkerverständigung ist auch angesichts der jüngsten Ereignisse in Afghanistan heute wichtiger denn je“, sagte Dreier.

Der Freundeskreis Paderborn/Przemyśl legte selbst, aber auch im Auftrag des Stadtpräsidenten von Przemyśl sowie des Freundeskreises Przemyśl zum Ausdruck des Dankes und der Anerkennung für ihre besonderen Verdienste jeweils ein Blumengebinde nieder.

Einen Tag später fand zudem ein Gedenkgottesdienst und ein Empfang im Schloss zu Ehren der Aktivistin in der polnischen Stadt statt. An der Gedenkveranstaltung in Polen nahmen rund 20 Personen teil, darunter waren auch der Stadtpräsident Wojciech Bakun, sein Stellvertreter und Mitglieder des Freundeskreises Przemyśl. Sie alle berichteten von ihren Erinnerungen an Wernerus-Neumann.

Als Aktivistin der deutsch-polnischen Völkerverständigung gründete Heidi Wernerus-Neumann 1994 den Freundeskreis Paderborn/Przemyśl und unterstützte mitunter die Stiftung „Auxilium“ sowie die Behindertenwohnheime für Kinder der polnischen Gesellschaft zur Förderung der geistesbehinderten Personen.

Ehrenbürgerin der Stadt Przemyśl war sie seit 1998. Der polnische Staatspräsident Lech Kaczynski verlieh ihr im Jahr 2009 das Offizierskreuz des Verdienstordens der Repu­blik Polen für ihre Verdienste um die deutsch-polnischen Beziehungen. Auch eine Straße in Przemyśl wurde nach ihr benannt, die am 15. Juni 2013 zum 20. Geburtstages der Städtepartnerschaft eingeweiht wurde.

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