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46 Motive des Sammlers Dieter Luchs aus Schloß Holte-Stukenbrock von hüben und drüben finden sich im neuen Buch

Das Schaufenster hängt voller bunter Plastiktüten

Schloß Holte-Stukenbrock

Der Plastiktüte haben Frank Lang und Christina Thomson ein Buch gewidmet. Denn die Tage der Plastiktüte sind gezählt, zum Januar 2022 werden sie verboten. Damit geht ein Stück deutscher Alltags- und Konsumgeschichte zu Ende.

Von Monika Schönfeld

Das Schaufenster der Buchhandlung von Gabriele Strathmann an der Bahnhofstraße hängt voller Plastiktüten, dekoriert vom Sammler Dieter Luchs, der 46 Exponate auch aus der ehemaligen DDR für das Buch „Tüten aus Plastik“ beigesteuert hat. Foto: Monika Schönfeld

Zu Ehren der Plastiktüte ist das Buch erschienen, in dem auch 46 Plastiktüten des Schloß Holte-Stukenbrocker Sammlers Dieter Luchs zu sehen sind. Der 81-Jährige hat gestern eigenhändig ein Schaufenster der Buchhandlung von Gabriele Strathmann an der Bahnhofsstraße dekoriert, wo das Buch gekauft werden kann. „Gabriele Strathmann hat mich immer mit neuen Plastiktüten versorgt, die die Verlage herausgeben“, sagt Dieter Luchs, der um die 40.000 verschiedene Motive gesammelt hat. Das hat sich inzwischen herumgesprochen. Seit 2019 sind 120 „Plaste“-Tüten aus der DDR als Dauerausstellung im Bunker Zurow bei Wismar zu sehen. In der DDR wurden von 1968 bis 1989 Motive auf die Tüten gedruckt, die heute als zeithistorische Dokumente gelten. In seiner Geburtsstadt Bützow (Mecklenburg-Vorpommern) würde Dieter Luchs gern ein Plastiktüten-Museum einrichten – im Auge hat er das Ratsarmenhaus, ein 1589 errichtetes Fachwerkhaus.

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