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Pari-Sozial stemmt ökologisches Vorzeigeprojekt aus eigenen Mitteln – Kita-Neubau für insgesamt fünf Gruppen

Delbrücker Kinder bekommen neues Nest

Delbrück

Mit der schrittweisen Realisierung des großen Neubaugebietes Lerchenweg im Westen der Kernstadt rückt auch der Baubeginn des Naturkindergartens „Lerchennest“ näher. In unmittelbarer Nähe des bereits jetzt durch die Kindergartenkinder genutzten Waldgebiets wird nach Freigabe der Baustraße, etwa im März 2022, ein Neubau für eine dreigruppige Kita sowie zwei Waldgruppen entstehen.

Das „Lerchennest“-Gebäude wird in Holzrahmenbauweise mit Gründach und Photovoltaikanlage für die Eigenstromversorgung errichtet Foto: Büro Hüllmann

Die Baugenehmigung für das ökologische Bauvorhaben liegt jetzt bereits vor. Die Baukosten sind mit gut 1,9 Millionen kalkuliert, die von Pari-Sozial aus eigenen Mitteln gestemmt werden.

Im September 2017 nahm der Naturkindergarten mit zwei Gruppen seinen Betrieb auf. Eine Ü3-Gruppe hält sich dabei, außer bei ganz schlechtem Wetter (Sturm, Starkregen) im Wald auf, eine U3-Gruppe hält sich überwiegend am Provisoriumsgebäude auf und unternimmt Ausflüge in den Wald.

Im August 2019 kam eine zweite Waldgruppe hinzu.

Mit dem Neubau auf einem 4004 Quadratmeter großen Grundstück entsteht eine insgesamt fünfgruppige Einrichtung.

Erste Gespräche zum Neubau fanden bereits vor drei Jahren statt, im Mai 2020 erfolgte dann der konkrete Planungseinstieg. Dabei entstand ein für das Delbrücker Land wohl einmaliges Gebäudekonzept, das ideal zu einem Naturkindergarten mit dann 80 Kindern passt. Das künftige „Lerchennest“ wird in Holzrahmenbauweise errichtet und bietet eine Nutzfläche von 795 Quadratmetern, die das vom Landesjugendamt geforderte Raumprogramm eines Regelkindergartens abdeckt. „Wir haben uns viel Zeit genommen, um alle Eventualitäten zu durchdenken und eine für uns optimale Lösung zu finden“, so die Geschäftsführerin von Pari-Sozial, Kerstin Weitemeier aus Delbrück. Gemeinsam mit dem Kindergartenteam sowie Architektin Christina Metzner vom Architekturbüro Hüllmann entstand ein maßgeschneidertes Gebäudekonzept, das ab Baubeginn binnen zehn bis zwölf Monaten umgesetzt wird.

„Die Herausforderung war, das Naturkonzept des Kindergartens mit Kennenlernen des Waldes und Erleben im Wald in die Planung des Gebäudes einfließen zu lassen. So entstehen nun Räumlichkeiten für drei Regelgruppen mit allen notwendigen Räumen sowie Schutzräumen für zwei Waldgruppen“, hat sich Architektin Christina Metzner tief in das Naturkonzept eingearbeitet, was der nun genehmigten Planung anzumerken ist.

Das künftige Kita-Holzhaus wird den Energieeffizienzstandard 40 nach Bundesförderung für effiziente Gebäude erfüllen. Das Gebäude wird mit einem Gründach sowie einer Photovoltaikanlage versehen. Die Photovoltaikanlage dient der Eigenstromversorgung der Kita.

„Einer der Hauptenergieverbraucher wird sicher unsere Küche werden, da wir eine Mischküche zur Selbstversorgung einrichten werden, die für 80 Mahlzeiten täglich ausgelegt ist“, berichtet die Leiterin der Kita Lerchennest, Melanie Alliger.

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