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72-Jährige entwickelt Symptome nach Russland-Reise

Delta-Variante erstmals im Kreis Herford bestätigt

Herford

Quarantäne für Betroffene und alle Kontaktpersonen: Bei einer Frau aus Bünde ist die Delta-Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden. 

Laut der englischen Gesundheitsbehörde besteht bei der Delta-Variante ein höheres Risiko für schwerere Covid-Verläufe. Foto: Waltraud Grubitzsch/dpa-Zentralbild/dpa

Im Kreis Herford ist erstmals die Delta-Variante des Corona-Virus nachgewiesen worden. So ist es einer  Pressemitteilung des Kreises Herford zu entnehmen.
Bei der infizierten Person handelt es sich laut des Presseberichts um eine 72-jährige Frau aus Bünde, die zuvor zusammen mit ihrem Partner von einer Reise aus Russland zurückgekehrt ist. Der PCR-Test für die Wiedereinreise fiel negativ aus. Erst nach der Rückkehr nach Deutschland soll die Betroffene Symptome entwickelt haben. Daraufhin habe sie sich zusammen mit ihrem Partner in Quarantäne begeben und sich bei ihrem Hausarzt testen lassen. Derzeit zeige die Frau mäßige Symptome.

Alle Kontaktpersonen wurden ermittelt und befinden sich ebenfalls in Quarantäne, heißt es in der Pressemitteilung weiter.

Delta ist die vierte Mutationsvariante

Im Kreis Herford traten bislang Corona-Fälle von vier verschiedenen Mutationsvarianten auf. Dabei handelte es sich überwiegend um die Alpha-Variante (britische Mutation). Vereinzelt traten zudem Fälle der Beta-Variante (südafrikanische Mutation) sowie der Gamma-Variante (brasilianische Mutation) auf. Mit der Delta-Variante (indische Mutation) ist nun eine vierte Mutationsvariante hinzugekommen, schreibt der Kreis Herford.

Im Kreis Herford sind über das Wochenende zwei neue Corona-Fälle hinzugekommen, heißt es in der Pressemitteilung. Und weiter: Aktuell sind 18 Personen infiziert. Insgesamt gibt es 11.141 bestätigte und bekannte Infektionen. Davon gelten 10.940 als genesen.

Hiddenhausen ohne aktuelle Infektionen

Die aktuell infizierten Personen verteilen sich laut Information des Kreises auf Herford (5), Bünde (2), Löhne (7), Vlotho (2) und Kirchlengern (2). Nachdem es in Rödinghausen, Enger und Spenge zuletzt keine aktuellen Fälle mehr gab, ist mit Hiddenhausen eine weitere Kommune ohne aktuelle Infektionen hinzugekommen.

Aufgrund von technischen Problemen seitens des Robert-Koch-Institutes (RKI) konnten über das Wochenende keine Daten an das RKI übermittelt werden, schreibt der Kreis Herford. Somit werden sowohl beim Landeszentrum Gesundheit NRW (LZG NRW) als auch beim RKI derzeit noch 11.139 Fälle für den Kreis Herford angezeigt. Der Inzidenzwert wird morgen wieder genannt.

Insgesamt gibt es im Kreis Herford 183 Todesfälle, wobei 162 an Corona und 21 mit Corona gestorben sind.

Derzeit werden 5 Patienten mit einer COVID-19-Infektion stationär in den Krankenhäusern im Kreisgebiet behandelt (insgesamt gibt es 3 Patienten mit Wohnsitz im Kreis Herford, die stationär behandelt werden). Hiervon werden 4 Patienten intensivmedizinisch betreut, 3 müssen zusätzlich beatmet werden. Hierzu merkt der Kreis Herford an: Da in den Krankenhäusern des Kreises Herford Patienten aus unterschiedlichen Kreisen und Städten der Region behandelt werden, können mitunter die vom Kreis Herford gemeldeten stationären Patientenzahlen von denen der Krankenhäuser abweichen).

Erstimpfungen im Impfzentrum beginnen wieder

Nachdem in den vergangenen Wochen wegen begrenzter Impfstoffkontingente landesweit in den Impfzentren nur Zweitimpfungen durchgeführt werden durften, hat das Ministerium für Arbeit, Gesundheit und Soziales des Landes NRW (MAGS) mit Erlass vom vergangenen Freitag mitgeteilt, dass nunmehr auch wieder Erstimpfungen möglich sind. Anders als niedergelassene und Betriebsärzte haben die Impfzentren dabei weiterhin eine Priorisierung zu beachten, heißt es in der Pressemitteilung. Geimpft werden können Personen ab 60 Jahren, Personen mit Vorerkrankungen, die ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe nach einer SARS-CoV-2-Infektion haben (§§ 3, 4 CoronaImpfVO), Beschäftigte in Krankenhäusern, Beschäftigte in (teil-)stationären Einrichtungen der Eingliederungshilfe und Werkstätten für Menschen mit Behinderung.

Der landesweite Wiederbeginn der Erstimpfung findet am kommenden Mittwoch, 23. Juni, statt. Die Termine können ab Mittwoch, 23. Juni, 8 Uhr wie bisher über das Portal der Kassenärztlichen Vereinigung unter www.116117.de gebucht werden. Für das Impfzentrum des Kreises Herford stehen ab Mittwoch, 23. Juni, 14 Uhr Termine zur Verfügung.

Der Kreis Herford teilt weiterhin mit: Personen über 60 Jahre haben ihre Berechtigung im Impfzentrum durch Vorlage eines Ausweisdokumentes nachzuweisen. Personen mit Vorerkrankungen haben eine ärztliche Bescheinigung beizubringen, die entweder die Zugehörigkeit zur Personengruppe nach § 3 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV bzw. § 4 Abs. 1 Nr. 2 CoronaImpfV (Fassung der CoronaImpfV vor dem 1. Juni 2021) bestätigt oder die in sonstiger Weise ein erhöhtes Risiko für schwere Krankheitsverläufe nach einer SARS-CoV-2-Infektion bestätigt. Es bedarf keiner Aufführung einer konkreten Diagnose.

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