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Guido Strathmann übernimmt die Leitung der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger

„Den Klimaschutz stets mitdenken“

Enger

Die Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger (WBSE) haben einen neuen Chef – und behalten auch noch ihren alten. „Um einen reibungslosen Übergang zu erreichen, haben wir Guido Strathmann bereits zum 1. Februar eingestellt“, erklärt Bürgermeister Thomas Meyer. Der scheidende WBSE-Leiter Thomas Holz geht erst Ende Juni in den Ruhestand.

Von Ruth Matthes

Guido Strathmann vor seiner neuen Wirkungsstätte. Der 52-Jährige ist seit Anfang Februar neuer Leiter der Wirtschaftsbetriebe der Stadt Enger. Foto: Ruth Matthes

So hat der 52-jährige Spenger genug Zeit, sich von Holz in die Vielzahl der Arbeitsbereiche einarbeiten zu lassen. „Dieser Aspekt war für mich auch einer der entscheidenden bei der Wahl dieser Stelle“, sagt Strathmann. Der bisherige Leiter der Bielefelder Stadtentwässerung freut sich, seine Aufgabenfelder in Enger erheblich erweitern zu können. Der Parteilose ist künftig nicht nur Herr über Wasserversorgung, Kläranlage und Kanalnetz, sondern auch Chef des Bauhofs, des Bereichs Energieversorgung /Solaranlagen, des Gebäudemanagements und des Gartenhallenbades. „Es ist schön, jetzt für das Bad verantwortlich zu sein, in dem ich einst selbst das Schwimmen gelernt habe“, sagt er und schmunzelt.

Insgesamt ist er damit für 80 Mitarbeiter verantwortlich, inklusive zahlreicher Teilzeitbeschäftigter. Dabei ist das Gebäudemanagement die personell stärkste Abteilung, der Abwasserbereich der mit dem größten Finanzvolumen.

„Ich habe schon in den ersten Tagen bemerkt, dass sich die Bereiche überschneiden und ergänzen“, sagt Strathmann. „Und ich war erstaunt, wie kooperativ und hilfsbereit die Kollegen hier untereinander sind. Das war in Bielefeld weniger der Fall“, erzählt er. Dort hat der Diplomingenieur für technischen Umweltschutz von 2019 bis Dezember 2021 die Stadtentwässerung geleitet. „Die Wege waren einfach zu weit. In einer kleineren Stadt wie Enger ist es leichter, dass alle an einem Strang ziehen“, urteilt er. Und das schätze er sehr.

Bevor Strathmann nach Bielefeld wechselte, hatte er die Stadtentwässerung Bünde geleitet. Sein Diplomstudium absolvierte er in in Höxter. In Weimar und Hannover belegte er einen Masterstudiengang für Wasser und Umwelt.

Derzeit ist der Vater von drei Kindern (12, 16 und 18 Jahre) dabei, die künftigen Arbeitsbereiche kennenzulernen. Die Kläranlage mache einen sehr guten Eindruck: „Dort gibt es sehr engagierte Mitarbeiter mit hohem technischen Wissensstand. Die meisten Schäden des Hochwassers im Sommer 2021 sind behoben.“

Doch Strathmann wird die Zeit auch dazu nutzen, Sonderprojekte zu übernehmen. „Durch die vorübergehende Doppelbesetzung ist es möglich, dass er sich um die Anpassung der öffentlichen Satzungen der Stadt Enger an die neuste Rechtsprechung kümmert“, erklärt Meyer. Außerdem will der neue Betriebsleiter das Gebäudemanagement besser in die Wirtschaftsbetriebe integrieren und die internen Abläufe optimieren.

Guido Strathmann

Eines der nächsten Projekte, die Strathmann erwarten, ist die Erweiterung des Hallenbades. „Zwei Förderanträge haben wir diesbezüglich gestellt“, so der Bürgermeister. „Nun müssen wir abwarten, ob wir zum Zuge kommen.“

Strathmann, der sich mit Taekwon-Do und Yoga fit hält, ist ein passionierter Radfahrer. Ihm ist es „ein Anliegen, die Anforderungen des Klimawandels immer mitzudenken.“ Gerade im Bereich der Wasserversorgung und des Kanalnetzes müsse die Anpassung an möglichen Starkregenereignisse und Dürreperiode bedacht werden.

Auch die Reduzierung des Energieverbrauchs gehört zu den Zielen Strathmanns. „Nur so können wir die Wirtschaftsbetriebe zukunftsfähig aufstellen.“

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