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Golfclub Schultenhof in Versmold-Peckeloh kümmert sich um insektenfreundliche Gestaltung – NRW steuert 112.000 Euro bei, die Mitglieder 30.000 Euro

Den Spielern soll etwas blühen

Versmold

Hier eine hügelige Grünfläche, dort ein Wasserlauf, angrenzend eine Wildblumenwiese: Zu den Reizen des Golfspielens gehört neben sportlichen Aspekten auch die Tatsache, dass man diesen Freizeitsport in aller Regel in einer reizvollen grünen oder blühenden Umgebung genießen kann. Die ökologische Ausrichtung der Golfanlage hat auch beim Golfclub Schultenhof Peckeloh seit Jahren Tradition.

„Richtfest“: Erbauer Josef Buschkötter (links) und Clubpräsident Volker Willich zeigen das neue Insektenhotel. Foto: GC Schultenhof

„Der Club sieht sich in der Verantwortung für Biodiversität“, betont auch Pressewart Ferdinand Bücker. „Gezielt wurden Gewässer offener gestaltet, Blühstreifen angelegt, Nisthilfen aufgehängt und Totholzhecken als Rückzugsgebiet für Insekten und Vögel gebaut.“ Denn Golfspielen und Naturschutz seien keine Gegensätze, „sondern es ergänzt sich auf einer Fläche von über 70 Hektar. Die Umstellung auf grünen Strom und auf akkubetriebene Landschaftspflege hat der Club längst vollzogen“, so Bücker.

Klar also, dass man auf der Anlage in Peckeloh auch ein Herz für Bienen und weitere Insekten hat. Gerade Bienen stehen als Bestäuber für die Ernährungssicherheit und damit elementar für die Menschheit. Schutz von Bienen und Insekten hat in der Ökologie eine unverzichtbare Bedeutung.

Turnier zum Weltbienentag

Anlässlich des von den Vereinten Nationen ausgerufenen Weltbienentags fand jetzt im Golfclub Schultenhof ein „Turnier zum Weltbienentag“ statt. Ein guter Anlass, auch das neue Insektenhotel vom Erbauer und Clubmitglied Josef Buschkötter einzuweihen. Fast 100 Golferinnen und Golfer nahmen an diesem Turnier teil, das als so genannter Chapman-Vierer über 18 Löcher gespielt wurde. Obendrein wurde im Juni über eine Woche lang jede Golfrunde jeweils mit einer Tüte Blühmischung belohnt – gesponsert von Friedrich-Wilhelm Brinkmann (Imkerverein Versmold) und Klaus Wagenhuber (Initiative Offene Gartenpforten in der Ravensberger Landschaft).

Egal, ob diese Samenmischungen bei den Spielern zuhause oder mit auf der Golfanlage ausgesät werden – auch sie sorgen wieder für einige Quadratmeter mehr Blühendes, das Insekten wertvollen Nektar und Pollen spendet.

Clubpräsident Volker Willich plant mit seinem Team noch weitere Maßnahmen, den 18-Loch-Platz zu einer reizvollen Parklandschaft mit Teichen und Bächen zu gestalten. Dabei vertraut er auch auf die Zusammenarbeit mit der Biologischen Station Gütersloh/Bielefeld und auf die Zuschüsse des Landes Nordrhein-Westfalen aus dem VITAL-Projekt „Artenreiche Lebensräume“. Im Herbst wird zudem mit dem Bau einer neuen Beregnungsanlage begonnen, die die 33 Jahre alte Anlage ersetzt und bis zu 25 Prozent Wasser sparen soll, außerdem deutlich weniger Strom verbrauchen soll. Diese Anlage wird im Rahmen des Programms „Moderne Sportstätten 2022“ vom Land mit 112.000 Euro bezuschusst. Eine stattliche Summe, die obendrein noch aufgestockt werden konnte: Die Mitglieder des Clubs haben weitere 30.000 Euro für die Erneuerung gespendet.

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