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Wie und ob Autos aus der City verschwinden sollen, entzweit Politik und Bürger

Der Bielefelder Gutachten-Hammer

Bielefeld

„Politik wird nur für Menschen gemacht, die schon in der Innenstadt wohnen“, schreibt ein Nutzer auf der WESTFALEN-BLATT-Facebook-Seite. Er ist einer von zahlreichen Usern, die sich zu dem jüngsten, vom Rathaus in Auftrag gegebenen Gutachten äußern, in dem es darum geht, wie der Autoverkehr in der Bielefelder Innenstadt reduziert werden kann. Bis 2030 soll sein Anteil von mehr als 50 Prozent auf 25 Prozent halbiert werden.

Von Michael Schläger

Auf der Feilenstraße könnte es künftig Tempo 30 und nur noch eine Fahrspur je Richtung geben. Foto: Bernhard Pierel

„Wer hat das Gutachten bezahlt? Amazon, Zalando?“, fragt ein anderer Nutzer, der um die Erreichbarkeit der Geschäfte fürchtet. Für Jens Julkowski-Keppler, Fraktionschef der Grünen im Rat, ist das Polemik. „Ja, wir müssen mehr Überzeugungsarbeit leisten“, sagt er. Grundsätzlich aber hält er die Gutachter-Vorschläge für berechtigt. Er ist überzeugt: Werde es für die Menschen unattraktiver mit dem Auto in die Stadt zu kommen und sei der ÖPNV gut ausgebaut, würden sie umsteigen.

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