Herforder Gastronomen sind mit der Besucherresonanz zum Neustart nach dem Lockdown zufrieden

Der Nachholbedarf ist groß

Herford

Gut gelaunte Menschen, die mit einem kühlen Glas Bier mitten in der Stadt im Freien sitzen – dieses Bild hat es in Herford seit Monaten nicht gegeben. Seit Freitag aber darf die Außengastronomie wieder öffnen und zumindest an diesem Tag hat auch das Wetter mitgespielt.

Annika Tismer

Dank einer stabilen Sieben-Tage Inzidenz von unter 100, darf die Außengastronomie im Kreis Herford seit Freitag wieder öffnen. Das Angebot des Aloha-Beach-Clubs wurde zum Start auch gleich ausgiebig genutzt – trotz recht kühler und vor allem windiger Witterung. Fast alle Tische waren besetzt. Annika Tismer Foto:

Im Aloha-Beach-Club waren dementsprechend gleich am ersten Öffnungstag nahezu alle Tische besetzt. Denn: Wer einen gültigen Negativ-Test mitgebracht oder einfach direkt vor der Tür des Beach-Clubs einen Test gemacht hatte, durfte endlich wieder entspannte Stunden mit Urlaubsflair genießen.

Ein wenig Wind konnte den meisten Gästen da nichts anhaben, viele waren einfach nur froh, nach Monaten des Lockdowns Normalität genießen zu dürfen. „Für den Moment sind wir auf jeden Fall zufrieden, es ist toll, dass so viele Menschen gekommen sind“, sagte Frank Berghaus, Betreiber des Beach-Clubs mit Blick auf die besetzten Plätze.

Noch hofft er ebenso wie seine Frau Ramona, dass auch in den kommenden Wochen Wetter und Inzidenzwerte mitspielen. „Das muss sich jetzt auf jeden Fall ein wenig so halten, damit man richtig zufrieden sein kann“, sagte er.

Nurredin Bytyci von Richters Bar konnte zum Start vor allem viele Stammgäste wieder begrüßen. „Jetzt, wo es wieder losgeht, merkt man erst, wie sehr man das alles vermisst hat“, sagt er und hofft, nicht irgendwann wieder schließen zu müssen. Foto: Annika Tismer

Ähnlich äußerte sich Nurredin Bytyci von Richters Bar. „Der Start ist toll und wir freuen uns riesig, dass vor allem viele Stammgäste gekommen sind“, sagte er. Dennoch bleibe er noch zurückhaltend optimistisch. „Es bleibt eine gewisse Skepsis. Man weiß ja nie, was in ein paar Tagen ist“, sagte er. Noch einmal schließen müssen möchte er nicht. „Wenn es erst wieder losgeht, merkt man erst, wie sehr man das alles vermisst hat“, sagte er.

Gefehlt haben Abende im Freien auch Jobst Schermeier, Stefan Pilgrim und André Leber, die ein kühles Getränk genossen. „Wir haben uns unglaublich gefreut, mal wieder gemeinsam hier draußen sitzen zu dürfen“, erklärten sie. Für die drei sei es wichtig zu zeigen, dass gewisse Freiheiten unter Einhaltung aller Regeln wieder möglich sind. „Dafür sind wir vorher gerne zum Testen gegangen und achten auch hier auf alle Hygienevorschriften“, sagten sie.

Nicht jeder nutzte die Chance zur Öffnung sofort: Heino Pohlmann vom Wald-Restaurant Steinmeyer wartet auf besseres Wetter. Der Außer-Haus-Verkauf läuft aber weiter. Foto: Annika Tismer

Zurückhaltend bleibt unterdessen Heino Pohlmann vom Wald-Restaurant Steinmeyer. „Wir machen weiterhin unseren Außer-Haus-Verkauf, die Außengastronomie öffnen wir aber noch nicht“, sagte er. Die ungewisse Wetterlage, aber auch Renovierungsarbeiten hätten ihn zu diesem Entschluss gebracht.

„Wenn sich die Wetterlage stabilisiert, können wir jederzeit kurzfristig reagieren, momentan warten wir aber noch ab“, sagte er. Wenn dann geöffnet wird, können sich die Gäste über neu hergerichtete Außenbereiche freuen.

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