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Gemeinde Hövelhof spendiert Freiwilliger Feuerwehr neues Löschfahrzeug für 430.000 Euro

„Der Neue“ fährt über Stock und Stein

Hövelhof

22 Jahre lang leistete das alte Tanklöschfahrzeug der Freiwilligen Feuerwehr Hövelhof treue Dienste. Nun ist der Nachfolger eingetroffen: Ein hochgeländegängiger Unimog ­U 5000 mit einem Tank für 4000 Liter Wasser und 500 Liter Schaummittel. „In dieser Art ist das Fahrzeug einzigartig in Deutschland. Es wurde speziell für die Anforderungen vor Ort konzipiert“, sagt der stellvertretende Leiter der Feuerwehr, Maximilian Rempe.

Das Foto zeigt (von links) Maximilian Rempe, Gemeindebrandinspektor und stellvertretender Leiter der Feuerwehr, Michael Berens, Bürgermeister der Sennegemeinde Hövelhof, Sebastian Lienen, Gemeindebrandinspektor und Leiter der Feuerwehr sowie Benedikt Michaelis, Zuständiger für Feuerwehrangelegenheiten der Gemeindeverwaltung bei der symbolischen Schlüsselübergabe.

Etwa 430.000 Euro hat die Gemeindeverwaltung insgesamt in das Fahrzeug investiert. Eine sechsköpfige ehrenamtliche Projektgruppe der Feuerwehr hat die Ausstattung festgelegt. „Das Fahrzeug ist bedarfsorientiert für die Zwecke in Hövelhof entwickelt worden. Mit der Sennelandschaft, dem Industriegebiet und der Autobahn gibt es hier besondere Bedingungen, die wir bei der Planung berücksichtigt haben“, betont Bürgermeister Michael Berens.

Im Gegensatz zum Vorgänger ist das Tanklöschfahrzeug nicht nur für den Einsatz auf der Autobahn und im Industriegebiet, sondern zusätzlich für Waldbrände gerüstet. Dafür ist ein separater Löschwasserabgang zum Angriff an der Vorderseite des Fahrzeugs vorgesehen. Eine Besonderheit ist das geländegängige Fahrgestell des 14,5 Tonnen schweren Fahrzeugs. Damit kann es eine Watttiefe von 1,2 Metern durchqueren. „Es gibt deutschlandweit kein anderes Fahrzeug in dieser Ausstattung, das diese Möglichkeiten hat“, betont Rempe. Dank einer Schnellablass-Vorrichtung kann das Fahrzeug zudem innerhalb weniger Sekunden Löschwasser in einen Faltbehälter ablassen. Eine Seilwinde kann zum Ziehen schwerer Lasten eingesetzt werden, was beispielsweise bei Verkehrsunfällen häufig erforderlich ist.

Insgesamt hat die Freiwillige Feuerwehr Hövelhof inklusive der Anhänger 16 Fahrzeuge. „Die Löschfahrzeuge haben jetzt die gleiche Ausstattung, sodass die Einsatzkräfte alle Gegenstände direkt finden“, erklärt der Leiter der Feuerwehr, Sebastian Lienen. Im Jahr 2021 hatte die Feuerwehr 316 Einsätze. Dabei ging es um Verkehrsunfälle, Brände, Notfallseelsorge, Ölbeseitigung sowie Erste-Hilfe-Maßnahmen.

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