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„It's OWL“: Sechs neue Projekte starten 2023 – NRW fördert mit Millionensumme

Der Roboter hilft in der Küche

Paderborn

Es gibt eine Reihe guter Ideen aus der ostwestfälisch-lippischen Wirtschaft – für ein leichteres Leben, wenn etwa der Roboter in der Küche hilft, oder oder die Produktion im Unternehmen effizienter und sicherer abläuft.

Von Paul Edgar Felsund

Das neue „it’s OWL“-Projekt „Mensch-Roboter-Kollaboration in der Küche der Zukunft“ beschäftigt sich mit der Entwicklung eines Service-Roboters, der den Geschirrspüler ein- und ausräumt. Foto: it's OWL

In sechs neuen Innovationsprojekten des preisgekrönten Netzwerks „It’s OWL – intelligente technische Systeme“ haben 18 Unternehmen und fünf Forschungseinrichtungen gemeinsam Ansätze und Lösungen entwickelt, um konkrete Herausforderungen der Industrie anzugehen, wie die in Paderborn ansässige „It‘s OWL Clustermanagement GmbH“ am Dienstag mitteilte.

Die Projekte seien von einem unabhängigen Gutachtergremium ausgewählt worden und starteten ab April 2023. Sie hätten ein Gesamtvolumen von 15,6 Millionen Euro. Das Land NRW fördert die Projekte mit bis zu 9,3 Millionen Euro.

NRW-Wirtschaftsministerin Mona Neubaur (Grüne) lobte den Pioniergeist in der Region: „Mit den neuen Innovationsprojekten liefert ‚It’s OWL‘ wichtige Impulse für die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Ostwestfalen-Lippe und ganz Nordrhein-Westfalen.“ Das Spitzencluster setze damit Maßstäbe für den technologischen Fortschritt. Und: „Hier zeigt sich eindrucksvoll, wie die klimagerechte Transformation der Industrie aussieht, wenn wir vorhandene Kompetenzen und Potenziale in unserem Land klug kombinieren.“

„It‘s OWL“-Geschäftsführer Günter Korder sagte: „Unser Ziel ist, der Wirtschaft dabei zu helfen, ihre Emissionen auf null zu bekommen.“

So befasst sich das Projekt „Mensch-Roboter-Kollaboration in der Küche der Zukunft“ mit der Entwicklung eines Service-Roboters, der den Geschirrspüler ein- und ausräumt. Hier arbeiten die Universität Bielefeld, der Haushaltsgerätehersteller Miele (Gütersloh), der Möbelzulieferer Hettich (Kirchlengern) sowie die Neura Robotics GmbH (Metzingen) zusammen. Dabei soll die Küche nicht auf den Roboter zugeschnitten werden, sondern für Mensch und Roboter gleichermaßen nutzbar sein. In dem Projekt werden zwei mobile, einarmige Roboter verglichen.

Ein weiteres Projekt widmet sich der Nachhaltigkeit bei der Entwicklung. Um Ingenieure bei der Gestaltung von nachhaltigen Systemen zu unterstützen, fehlt es oft an geeigneten Methoden. Soll ein Elektromotor lieber vergossen werden, um einen geringen Wärmeverlust zu haben oder soll er nicht vergossen werden, damit das spätere Recycling einfacher ist? Welche Lösung spart am meisten CO2 ein? Darum geht es in dem Projekt „Sustainable Lifecycle Engineering“.

Projektpartner sind Diebold Nixdorf, Fraunhofer, Fresenius Medical Care, Harting, Miele, Two Pillars, Universität Paderborn, Wago und das Wuppertal Institut. In den weiteren vier Projekten geht es um Nachhaltigkeit und Digitalisierung, sicherer IoT-Systeme (Industrie 4.0), Datenoptimierung und eine Software für mehr Sicherheit für Produktionsanlagen.

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