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Wolfgang Weiss zeigt im Diözesanmuseum in Paderborn außergewöhnlich fotografierte Kirchenfenster

Der Spiegel ist sein Pinsel

Paderborn

Wie Kirchenfenster sehen die „Photo-Qubits“ von Wolfgang Weiss auf den ersten Blick gar nicht aus. Das kommt daher, dass er die mittelalterlichen Glasfronten mit Hilfe von wellenförmig gebogenen Spiegeln fotografiert hat. Dadurch entstehen wirbelnde, fließende Effekte. „Ich stehe mit dem Rücken zum Objekt und fotografiere auf den Spiegel“, erläuterte Weiss am Freitag bei der Vorstellung der Ausstellung „BildKlang Kölner Dom Lumen fidei“ im Diözesanmuseum.

Von Dietmar Kemper

Was wie moderne Kunst oder wie Abbildungen aus der Naturwissenschaft aussieht, sind doch Kirchenfenster, betonen Wolfgang und Petra Weiss Foto: Oliver Schwabe

Indem er das gekrümmte Spiegelbild eines Fensters ablichtet, entstehen Bilder, die aus der Naturwissenschaft zu stammen scheinen, und nicht umsonst hat sich Wolfgang Weiss bei der Namensgebung an der Quantenphysik orientiert. So heißen die drei Meter hohen und 1,50 Meter breiten Arbeiten „Eli-Star“, „Photonenwelle“, „Schwarzschildradius“, „Hyperraum“, „Wirbelring“ oder „Lambda“.

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