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Grüne, SPD und UWG sagen, warum Bürger „Nein“ stimmen sollen

„Die Alleestraße ist nicht sicher“

Halle

Spitzenvertreter der drei Fraktionen von Grünen, SPD und UWG haben begründet, warum die Haller aus ihrer Sicht beim Bürgerentscheid mit „Nein“ stimmten sollten. Insbesondere halten sie die Alleestraße nicht für sicher.

Von Stefan Küppers

Aktion der Nein-Sager (von links): Karl-Heinz Wöstmann (UWG) Foto: Stefan Küppers

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„Wir halten die Forderung im Bürgerentscheid, mit dem Umbau der Alleestraße bis zum Abschluss der ISEK-Maßnahmen zu warten, nicht für richtig. Wir sind überzeugt, dass die Alleestraße nicht sicher ist und wollen Sicherheit sofort und nicht erst in sechs Jahren“, sagt Jochen Stoppenbrink (Grüne). Die Straße genieße trotz vieler Schäden zwar noch Bestandsschutz. Doch sei das schnell in Frage gestellt, wenn es zu Unfällen komme. Bürgersteige und Radweg seien bei der Eingruppierung als mangelhaft bewertet worden. Die dritte Planungsvariante des Büros Kaulen mit Fahrradschutzstreifen auf der Fahrbahn biete einen guten Kompromiss. Ziel sei es, die Belange von schwächeren Verkehrsteilnehmern und Autofahrern in Einklang zu bringen. Ein Schutzstreifen sei viel sicherer als ein Radweg, weil es in Kreuzungsbereichen übersichtlicher sei. Schutzstreifen seien weit verbreitet und funktionierten wie in Spenge wunderbar.

Edda Sommer (SPD) kritisierte das Motto des Bürgerbegehrens „Erst planen, dann handeln“, denn es lägen ja Planungen vor. Auf der neuen Homepage www.planung-alleestrasse.de wolle man rein faktenbasiert und ohne Wertungen informieren.

„Wir wollen weiter planen mit den Bürgern und den Geschäftsleuten. Wenn wir das Projekt weiter in die Zeit setzen, wird in zehn Jahren nichts passieren“, sagt Karl-Heinz Wöstmann (UWG). Zudem sollten Fördermittel für die Alleestraße nicht in den Sand gesetzt werden.

Dieter Jung (Grüne) sagte, dass bei einer Verschiebung des Umbaus man auch bei kleineren Maßnahmen ausgebremst werde, da sie von der Gesamtplanung abhängig seien. Das gefährde Fußgänger und Radfahrer. Das Begehren sei zudem nur in Gang gesetzt worden, weil Alleestraßen-Anlieger Straßenbaubeiträge vermeiden wollten, behauptete Jung.

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