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Ein Höhepunkt der Rubens-Ausstellung kommt im Paderborner Diözesanmuseum ins Depot

Die Geschichte eines besonderen Bildes

Paderborn

Dieses Bild passt durch keine Tür. „Anbetung der Hirten“ ist 4,08 Meter hoch und 3,50 Meter breit. Es war einer der Höhepunkte der Ausstellung „Rubens und der Barock im Norden“ von Ende Juli bis Ende Oktober 2020 im Paderborner Diözesanmuseum und gleich im ersten Raum zu sehen. Danach bildete das wertvolle Exponat einen Bestandteil der Dauerausstellung – aber am Mittwoch muss das Schmuckstück weichen.

Von Dietmar Kemper

Gisela Tilly auf dem Gerüst. Als die Restauratorin am Mittwoch anfängt, ist das Kunstwerk noch gut zu erkennen. Foto: Oliver Schwabe

„Ohne Ehrfurcht vor den Werken würde man diesen Beruf nicht ergreifen“, sagt die freiberufliche Restauratorin Gisela Tilly aus Paderborn und ergänzt: „Man muss Respekt, darf aber keine Angst haben.“ Mit ihrer Kollegin Monika Voss-Raker aus Werl nimmt sie am Mittwochmorgen behutsam das Puzzle aus noch originalen Bestandteilen des barocken Ölgemäldes wieder auseinander, das eigens für die Rubens-Ausstellung buchstäblich ansehnlich zusammengestellt worden war. Als erstes lösen die beiden Expertinnen die Nadeln, mit denen die etwa 100 Teile auf dem mit Karton beschichteten Schaumstoff befestigt sind. „Man kann ganz gut hinter die Nadelköpfe fassen“, stellt Monika Voss-Raker fest. Die Teile sind über vier Platten verteilt und überlappen sich zum Teil. Sind die Puzzleteile abgenommen, werden auch die Platten eine nach der anderen gelöst und entfernt.

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