1. www.westfalen-blatt.de
  2. >
  3. OWL
  4. >
  5. Die Kultur bleibt, wo sie ist

  6. >

CDU und SPD lehnen Einrichtung eines Herforder Kulturausschusses ab – Debatten weiter in Beirat und Hauptausschuss

Die Kultur bleibt, wo sie ist

Herford

Die Kulturpolitik bleibt im Haupt- und Finanzausschuss. Mit ihrer Mehrheit lehnen es CDU und SPD im Rat ab, den bisherigen Beirat der Kultur gGmbH aufzulösen und statt dessen einen regulären, stimm- und entscheidungsberechtigten Kulturausschuss einzuführen.

Von Stephan Rechlin

Was im Marta passiert, geht den Kulturbeirat nichts an. Das haben dessen Mitglieder in diesem Jahr gelernt. Foto: Moritz Winde

Der Vorstoß dazu stammt von FDP und Grünen, die beide einen mit allen Fraktionen besetzten Ausschuss beantragt haben – entweder mit 13 oder mit 15 Mitgliedern, gestaffelt nach Fraktionsstärke im Rat. Doch weder Thomas Helmerking (CDU) noch Thomas Besler (SPD) sehen einen Anlass, die zu Legislaturbeginn festgelegte Aufgabenteilung aufzugeben. Besler hält zum einen den Zeitpunkt „mitten in der Legislaturperiode des neuen Rates“ für ungeeignet, zum anderen gebe es neben dem Kulturbeirat ja auch noch den Runden Tisch zur Kultur in Herford: „Ich denke, dass die Kultur damit in Herford ausreichend berücksichtigt wird.“ Andreas Gorsler (CDU) ist es egal, ob das Gremium nun „Beirat“ oder „Ausschuss“ heiße. Eine höhere Durchschlagskraft, der kulturellen Themen eine neue Richtung geben würde, erwarte er nicht von einem Ausschuss. Thomas Helmerking mahnt die Konsequenzen bei einem Verzicht auf den Beirat an: „Dann braucht die Kultur gGmbH plötzlich einen Aufsichtsrat.“

Jetzt Angebot wählen und direkt weiterlesen!