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Aktion des Eine-Welt-Kreises: Für drei Tafeln Salzkottener Stadtschokolade wird ein Setzling angeschafft

Die leckerste Art, Bäume zu pflanzen

Salzkotten

Schokolade naschen und damit gleichzeitig etwas Gutes für die Umwelt und die Erzeuger tun: Das ermöglicht jetzt ein Projekt, das der Eine-Welt-Kreis Salzkotten ins Leben gerufen hat. Wer die Salzkottener Stadtschokolade kauft, unterstützt damit Aufforstungsprojekte in aller Welt.

Designer Naseer Alshabani, Bürgermeister Ulrich Berger, Gisela Simon (Eine-Welt-Kreis Salzkotten) und Botschafterin Sophia (Plant for the planet) haben die Stadt-Schokolade vorgestellt.

Die Idee hat das Team des Eine-Welt-Kreises jetzt erstmals auf dem Salzkottener Wochenmarkt vorgestellt. Dass die Sälzer Stadtschokolade Bio-Qualität hat und fair gehandelt ist, ist schon fast selbstverständlich. Schließlich trägt Salzkotten schon seit 2016 das Siegel „Fairtrade-Town“, macht sich also für faire Handelsbeziehungen und gerechte Bezahlung von Erzeugern in aller Welt stark. Doch darüber hinaus wird künftig für jeweils drei verkaufte Tafeln Schokolade ein Baum gepflanzt. Der Eine-Welt-Kreis Salzkotten kooperiert dazu mit der Organisation Plant-for-the-Planet.

Und als wäre das noch nicht genug, ist die Stadtschokolade übrigens auch noch ein echter Hingucker: Der Salzkottener Künstler Naseer Alshabani hat die Verpackung neu gestaltet.

„Wir werden ab sofort durch den Verkauf der Schokolade Bäume pflanzen“, erläutert Gisela Simon vom Eine-Welt-Kreis. Mit dem Verkauf von drei Tafeln wird ein Setzling gekauft. Die Schokolade werde direkt bei der Organisation Plant for the Planet geordert. Im Preis sei die Förderung des Projektes Baumpflanzung enthalten. Die Stadtschokolade wird zum Preis von 1,70 Euro im Bürgerbüro der Stadt, im Blumengeschäft M. Wippermann, Klingelstraße 27, und im Eine Weltladen, Lange Straße 38, verkauft.

Salzkottener Kinder und Jugendliche haben sich an der Plant-for-the-Planet-Akademie zu Botschaftern ausbilden lassen. Sie haben das Projekt jetzt auf dem Wochenmarkt erläutert und stehen auch künftig für Informationen zur Verfügung. „Gemeinsam wollen sie zeigen, dass jeder Einzelne etwas tun und wir als Weltfamilie globale Probleme lösen können“, betont Gisela Simon.

In den vergangenen acht Jahren konnten Kinder, die sich für die Aktion Plant-for-the-Planet engagieren, mit Hilfe vieler Erwachsener weltweit 14 Milliarden Bäume pflanzen. Am 8. März 2015 pflanzte Plant-for-the-Planet den ersten Baum auf einer abgeholzten ehemaligen Waldfläche, die die Stiftung erworben hatte.

Als die Arbeiter wenig später den millionsten Baum pflanzten, gab Plant-for-the-Planet ein Versprechen ab: „Wir werden jeden Baum pflegen, den wir gepflanzt haben, und jedes Jahr eine Million Bäume mehr pflanzen als im Jahr davor,“ erklärte der heute 23-jährige Felix Finkbeiner, der Plant-for-the-Planet im Alter von neun Jahren ins Leben rief.

Auch Salzkottens Bürgermeister Ulrich Berger unterstützt das Projekt: „Stück für Stück Gutes tun. Wir werden Salzkotten auf einen neuen Geschmack bringen – die leckerste Art, Bäume zu pflanzen“, lädt er zum Mitmachen ein.

Auf Initiative des Eine-Welt-Kreises hin, der auch den Eine-Welt-Laden am Marktplatz betreibt, hat der Salzkottener Rat im Jahr 2015 beschlossen, sich um das Siegel „Fairtrade-Town“ zu bemühen. Im Mai 2016 erhielt die Stadt die Auszeichnung. Eine Steuerungsgruppe mit Vertretern von Einzelhandel, Schulen, Kirche, Eine-Welt-Kreis und Stadtmarketing koordiniert die Aktivitäten für Salzkotten. Dazu zählen Veranstaltungen wie der Fairtrade-Brunch auf dem Hederauenfest. Bei Einzelhändlern und Gastronomen wie im Eine-Welt-Laden, im Bioladen oder bei der Bäckerei Ben­slips, gibt es vielfältige Fairtrade-Produkte zu kaufen. Zu den besonders engagierten Akteuren gehören die Gesamtschule Salzkotten, der Pastoralverbund Salzkotten und die Regenbogen-Kita.

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