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Tausende Besucher kommen trotz Corona und 3G-Regelung zu den 46. Brackweder Glückstalertagen

Die Menschen haben Nachholbedarf

Bielefeld

Wer hoch pokert, der kann tief fallen. Deshalb sind coronabedingt seit 2020 fast alle Bielefelder Stadtfeste und Großveranstaltungen, wenn sie nicht sowieso verboten waren, abgesagt worden. Zu unsicher war vielen Planern die Viruslage. Nur die Brackweder Werbe- und Interessengemeinschaft (WIG) hat sich nicht beirren lassen – und ist für Optimismus und Risiko mit einer tollen Resonanz auf ihre 46. Glückstalertage samt verkaufsoffenem Sonntag belohnt worden.

Von Markus Poch

So sehen entspannte und erleichterte Gastgeber aus. Auf dem Brackweder Kirchplatz, zwischen Showbühne und Karussell, stoßen an (von links) WIG-Chef Karl-Uwe Eggert, die langjährige Beisitzerin Marlene Burmester, WIG-Büroleiter Hans-Joachim Hüffmeier und Gerhard Klocke vom Brackweder Karnevalverein. Foto: Markus Poch

Zu Tausenden drängelten sich die Menschen am Wochenende durch das von Imbissständen und Karussells gesäumte Brackweder Ortszentrum. Damit demonstrierten sie ganz offensichtlich ihren Nachholbedarf an menschlichem Miteinander. „Wir sind nun einmal soziale Wessen. Wir brauchen Kontakte zu anderen. Das zeichnet uns Menschen aus“, sagte Bezirksbürgermeister Jesco von Kuczkowski, der mit Ehefrau Anita und seiner kleinen Tochter Monja auf Entdeckertour unterwegs war. Stolz balancierte die Dreijährige zwei prächtige Pfauenfedern, die ihr Vater gerade geschossen hatte, durch das Getümmel der Hauptstraße.

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