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64. Aktion Dreikönigssingen 2022 – Gesundheit steht im Mittelpunkt – „Segen to go“ in Lübbecke

Die Sternsinger kommen per Brief

Lübbecke

Die Sternsinger sind auch in Corona-Zeiten im Einsatz für benachteiligte Kinder in aller Welt. Auch in diesem Jahr sind die Sternsinger in Lübbecke aktiv, allerdings erneut nur per Brief als „Segen to go“ mit dem Aufruf, selbst zum Sternsinger zu werden und das eigene Zuhause zu segnen.

Zum bisher letzten Mal von Haus zu Haus: Mit goldenen Sternen, glänzenden Kronen und orientalischen Gewändern machten sich die Sternsinger Anfang 2020 bei der 62. Aktion von der Kirche St. Johannes Baptist in Lübbecke auf den Weg. Foto: Friederike Niemeyer/Archiv

Wer so ein Segenspaket wünscht und damit die Sternsingeraktion unterstützen möchte, kann sich per E-Mail an die Sternsingergruppe wenden: [email protected] Das Segenspaket wird dann zugestellt. Die Spende kann an die Kirchengemeinde überwiesen werden.

„Gesund werden – gesund bleiben. Ein Kinderrecht weltweit“ heißt das Leitwort der 64. Aktion Dreikönigssingen. Anhand von Beispielprojekten in Ägypten, Ghana und dem Südsudan wird gezeigt, wo die Hilfe der Sternsinger ankommt und wie die Gesundheitssituation von Kindern verbessert wird. 1959 wurde die Aktion erstmals gestartet. Inzwischen ist das Dreikönigssingen die weltweit größte Solidaritätsaktion, bei der sich Kinder für Kinder in Not engagieren.

Rund 1,23 Milliarden Euro sammelten die Sternsinger seit dem Aktionsstart, mehr als 76.500 Projekte für benachteiligte Kinder in Afrika, Lateinamerika, Asien, Ozeanien und Osteuropa wurden in dieser Zeit unterstützt. Die Aktion wird getragen vom Kindermissionswerk „Die Sternsinger“ und vom Bund der Deutschen Katholischen Jugend (BDKJ).

Mit ihrem aktuellen Motto machen die Sternsinger auf die Gesundheitsversorgung von Kindern in Afrika aufmerksam. In vielen Ländern des Globalen Südens ist die Kindergesundheit aufgrund schwacher Gesundheitssysteme und fehlender sozialer Sicherung stark gefährdet. In Afrika sterben täglich Babys und Kleinkinder an Mangelernährung, Lungenentzündung, Malaria und anderen Krankheiten, die man vermeiden oder behandeln könnte. Die Folgen des Klimawandels und der Corona-Pandemie stellen zusätzlich eine erhebliche Gefahr für die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen dar.

Bei der 63. Aktion zum Jahresbeginn 2021 hatten die Mädchen und Jungen aus 8000 Pfarrgemeinden trotz der Corona-Situation rund 38,2 Millionen Euro gesammelt. Mit den Mitteln fördert die Aktion Dreikönigssingen weltweit Projekte in den Bereichen Bildung, Gesundheit, Pastoral, Ernährung, soziale Integration und Nothilfe.

Könige und Königinnen haben die Aktion Dreikönigssingen 2022 feierlich und natürlich mit viel Sternenstaub am Donnerstag eröffnet – diesmal mit einem Gottesdienst im Regensburger Dom. Bischof Dr. Rudolf Voderholzer dankte gleich zu Beginn den Sternsingern und Begleiterinnen und Begleitern für deren großes Engagement. „Das Allerwichtigste beim Sternsingen sind eure Botschaft und euer Segen! Ich weiß, dass viele Leute auf die Sternsinger warten und sich freuen, dass es junge Menschen gibt, die die Botschaft von Weihnachten weitersagen. Gerade noch einmal jetzt, in diesen Pandemie-Zeiten, wo viele besonders einsam sind“, sagte Voderholzer und betonte eindrücklich: „Wir halten uns an die Corona-Regeln. Schließlich wollen wir nicht das Virus verbreiten, sondern die Weihnachtsfreude und den Segen.“

Weitere Informationen sind online abrufbar unter www.sternsinger.de.

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