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Die Bewerber beantworten die Fragen des WESTFÄLISCHEN VOLKSBLATTES

Diese neun Kandidaten aus dem Kreis Paderborn wollen in den Bundestag nach Berlin

Paderborn

Die Deutschen wählen am 26. September den neuen Bundestag. 236.671 Personen im Kreis Paderborn dürfen wählen. Neun Bewerberinnen und Bewerber stellen sich im Wahlkreis 137 zur Wahl. Für das WESTFÄLISCHE VOLKSBLATT haben sie Fragen beantwortet.

Der Bundestag. Foto: Michael Kappeler/dpa

CDU: Carsten Linnemann (44) aus Paderborn

Zur Person: Beruf: Diplom-Volkswirt; politischer Werdegang: seit 2009 Mitglied des Bundestages; Geburtsort: Paderborn; Hobbys: Skat, Joggen, Fußball

Carsten Linnemann. Foto: Tobias Koch

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Seit ich mich politisch engagiere, treibt mich ein Ziel an: Ich will Reformen anstoßen und Zukunftsprojekte umsetzen. Und nach der Pandemie brauchen wir mehr denn je davon. Wir brauchen Aufbruch und Erneuerung. Es muss ein Ruck durch unser Land gehen.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Ein Beispiel: In unserer Region arbeiten Uni, Kommunen und Unternehmen an einer Vision, die das Paderborner Land zu einer der nachhaltigsten Mobilitätsregionen schlechthin machen soll. Auch autonom fahrende Autos spielen dabei eine Rolle. Dafür braucht es Forschungsgelder in Millionenhöhe. Dafür setze ich mich ein.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Als Bundestagsabgeordneter sehe ich mich nicht als Anwalt einzelner Bevölkerungsgruppen, sondern als Volksvertreter, der die Interessen aller im Blick behalten muss.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Ludwig Erhard.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Uns ist in Deutschland die Mentalität des Machens verloren gegangen. Man versteckt sich lieber hinter Paragrafen, schiebt die Verantwortung ab und wir alle ersticken in Bürokratie. Deutschland braucht jetzt eine Staatsreform, ansonsten werden wir auch Themen wie die Digitalisierung oder den Klimawandel nicht bewältigen.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Ich habe mich bewusst nicht über die Liste absichern lassen. Ohne Direktmandat fehlt mir die Unabhängigkeit, die ich benötige, um auch weiterhin meine Meinung offen und klar zu sagen.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Für jeden Bürger aus meinem Wahlkreis war und bin ich immer erreichbar – direkt vor Ort, auf Veranstaltungen in unseren Dörfern und Städten, in meinem Büro, telefonisch oder per Mail – und eben nicht über irgendeine Interessensvertretung. So verliert man nie die Bodenhaftung.

SPD: Burkhard Blienert (55) aus Delbrück

Burkhard Blienert. Foto: SPD

Zur Person: Beruf: Angestellter; politischer Werdegang: Mitglied der SPD seit 1990, Vorsitzender der SPD im Kreis Paderborn, Mitglied im Regionalvorstand der SPD OWL, Mitglied im Kreistag Paderborn, von 2013 bis 2017 Mitglied des Deutschen Bundestages; Geburtsort: Braubach; Hobbys: bei Facebook, Twitter, Instagram, LinkedIn aktiv, zudem Sport, Reisen und Kultur

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Wahlkampf macht Spaß. Demokratie geht uns alle an. Ich stehe für Glaubwürdigkeit, Ehrlichkeit, Bodenständigkeit. In einer Demokratie soll jede/r alles erreichen können. Die SPD als älteste Partei steht für unsere soziale Demokratie, für Gleichberechtigung, Freiheit und Solidarität. Es ist eine Ehre, dafür im Bundestag zu arbeiten.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Wir haben gute Arbeitsplätze. Diese möchte ich erhalten. Gleichzeitig muss der Blick auf die neuen Industrien gelenkt werden. Dies gilt auch für einen sozial und umweltverträglichen Umbau der Landwirtschaft. Der Ausbau der Universität und der Forschung, die Elektromobilität und digitale Lösungen sollen aus Unternehmungen aus dem Paderborner Land kommen.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Ich setze mich ein für soziale Gerechtigkeit, für die Gleichberechtigung von Frauen und Männern, für mehr Rechte für Arbeitnehmer*innen, für einen Mindestlohn von 12 Euro, für ein Bürgergeld, für die Bürgerversicherung, für die Grundsicherung, für eine soziale Umweltpolitik, für mehr Bafög. Für ein geeintes Europa, gegen Nationalismus und Faschismus.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Die unzähligen Menschen, die zwischen 1933 und 1945 für ihren Einsatz und ihre Haltung gegen Hass und Krieg gekämpft haben, die für die Weimarer Demokratie eingesperrt, gefoltert, getötet wurden, die sind meine stillen, politischen Vorbilder.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Die menschengemachte Umweltkatastrophe wird unser Leben in den nächsten Jahren verändern. Veränderungen machen unsicher, die Menschen müssen sich darauf verlassen können, dass der ökologische Umbau gelingt, sie gegen Krankheit und Arbeitslosigkeit versichert sind, dass ihre Renten sicher sind. Die Jugend braucht eine gute Zukunft mit Ausbildung und Studium.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Mit der Erststimme können mich die Menschen im Kreis Paderborn in den Bundestag wählen, die Zweitstimme ist die Kanzlerstimme. Wer Scholz als Kanzler will, muss SPD wählen. Ob ich nun im Bundestag bin oder nicht, ich setze mich dafür ein, dass Scholz neuer Kanzler wird, weil er es kann.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Klartext reden, präsent im Kreis Paderborn sein, auf die Menschen zugehen, Sprechstunden anbieten, in den sozialen Medien Politik und meine Entscheidungen im Bundestag erklären. So habe ich es in den letzten Jahren auch gehalten.

Bündnis 90/Die Grünen: Jörg Schlüter (58) aus Hövelhof

Jörg Schlüter. Foto:

Zur Person: Beruf: Kaufmännischer Angestellter; politischer Werdegang: seit etwa 2000 sowohl im Gemeinderat Hövelhof als auch im Kreistag; Familienstand: verheiratet; Geburtsort: Wiedenbrück; Hobbys: Radfahren und Lesen

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Die Regierungspolitik der letzten Jahre versuchte zu retten und zu reparieren. Stillstand bietet keine Sicherheit mehr. Wirksamen Klimaschutz will ich mit sozialer Gerechtigkeit verknüpfen. So sichern wir den Zusammenhalt, der uns als vielfältige demokratische Gesellschaft ausmacht und ein Leben in Freiheit ermöglicht.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Als langjähriger Kommunalpolitiker weiß ich, hier lässt es sich gut leben, weil unsere Heimat vielfältig und bunt ist. Gleichwohl gilt es, die Mobilität für den ländlichen Raum durch attraktive Takte und Tarife für Bus und Bahn zu verbessern, den digitalen Ausbau voranzutreiben und den Nationalpark Senne zu schaffen.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Das Klima-Urteil des Verfassungsgerichts fordert uns auf, jetzt konsequent zu handeln, damit unsere Enkelkinder auch ein gutes Leben in Freiheit führen können. Wo Veränderungen anstehen, etwa bei der ökologischen Modernisierung der Arbeitswelt, werde ich auf Solidarität beharren. Ans Ziel kommen wir nur gemeinsam.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Bürgerrechtlerinnen und Bürgerrechtler wie Marianne Birthler, die sich für Frieden und Menschenrechte eingesetzt haben und durch beharrliche politische Arbeit die friedliche Revolution herbeigeführt haben, Aktivistinnen wie Greta Thunberg, die mit Herzblut, Sachverstand und langem Atem für frischen Wind sorgen.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Den wirtschaftlichen Aufbruch nach der Corona-Krise und die ökologische Modernisierung will ich zusammenbringen. Ein klimaneutraler Umbau der Wirtschaft ist die beste Chance, bestehende Arbeitsplätze zu erhalten und neue zu schaffen. Weiterhin ziehe ich eine harte Kante gegen alle Demokratiefeinde.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Ich bin nicht über die grüne NRW-Liste abgesichert. Wer einen Klimaschützer und aktiven Betriebsrat aus dem Paderborner Land in den Bundestag schicken will, muss mich wählen. Ansonsten sind wir Grünen in OWL mit Britta Haßelmann als Spitzenkandidatin in NRW aufs Beste vertreten. Deshalb: beide Stimmen Grün.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Jetzt im Wahlkampf radele ich auf meiner Jörg-Tour durch alle Kommunen im Kreis und führe dabei viele Gespräche. Die Erfahrungen will ich mitnehmen. Demokratie lebt vom Zuhören und vom Augenmaß. Grüne Politik lebt vom persönlichen Dialog und Transparenz.

FDP: Rose Özmen (50) aus Delbrück

Rose Özmen. Foto: Sebastian Spieker

Zur Person: Beruf: Betriebsfachwirtin bei der Siemens AG; politischer Werdegang: seit 2009 Ratsfrau der Stadt Delbrück, bis Juni 2021 Stadtverbandsvorsitzende FDP Delbrück, seit 2014 Kreisvizevorsitzende der FDP Paderborn, Vizevorsitzende der Föderation Suryoye Deutschland; Geburtsort: Enhil (Türkei); Familienstand: verheiratet, drei Kinder

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Ich sehe mich als Sprachrohr für alle Bürgerinnen und Bürger, besonders für Frauen, Mütter und Menschen mit Migrationshintergrund. Mit meiner Kandidatur werbe ich für Vielfalt und dafür, meine langjährige Lebens- und Berufserfahrung, mein Wissen in politischen Gremien und Entscheidungen einfließen zu lassen.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Mehr alternative Kraftstoffe sowie Wasserstoff als zweite Säule des künftigen Energiesystems aufbauen. Deutschland kann die vereinbarten Klimaziele bis 2030 nur erreichen, wenn auch Kraftstoffe ihren Beitrag leisten. Im Kreis Paderborn, wo wir enorm viel Geisterstrom produzieren, ist das Thema hochinteressant.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Ich zeige mit meiner politischen Arbeit, dass Integration erfolgreich gelingt und man auch mit anderen kulturellen Wurzeln die Kultur des neuen Heimatlandes bereichern kann. Grundsätzlich möchte ich alle Menschen zum Mitmachen motivieren und mich stark machen für sozial benachteiligte Familien unabhängig davon, ob mit oder ohne Migrationshintergrund.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Malala Yousafzai, das Mädchen, das die Taliban erschießen wollten. Mit elf Jahren beginnt Malala Yousafzai, sich für die Rechte von Frauen und Kindern einzusetzen. Ich finde es außerordentlich, dass ein junges Mädchen in einem Land wie Pakistan mit so viel Courage und Mut für Ihre Ideale kämpfte und die Welt verändert.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Die Menschen in meinem Umfeld beklagen die enorm hohe Bürokratie, nicht nur im Bildungsbereich, sondern auch aus der Wirtschaft. Durch Bürokratieabbau können wir nicht nur mehr Ressourcen für Innovationen und Wachstum schaffen, sondern auch schnellere Verfahren, die Prozesse in allen Arbeitsbereichen erleichtern.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Ich werde mein Bestes geben, um die Bürgerinnen und Bürger von der FDP und von mir als Direktkandidatin zu überzeugen. Fest steht: Deutschland braucht eine Veränderung, die mit der FDP am besten gelingen wird. Bei einem Wahlergebnis von 18 Prozent für die FDP komme ich sicher in den neuen Bundestag. Das ist sportlich, aber möglich.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Als langjährige Ratsfrau nutze ich jede Plattform für Begegnungen mit meinen Mitmenschen. Ich bin gerne vor Ort bei Inforunden, Veranstaltungen, aber auch Festen. Meine ehrenamtliche Arbeit möchte ich als Berufspolitikerin mit mehr Zeit und Ressourcen weiter ausbauen.

Die Linke: Martina Schu (57) aus Paderborn

Martina Schu Foto:

Zur Person: Beruf: Gewerkschaftssekretärin politischer; Werdegang: von 2009 bis 2012 Fraktionssprecherin der Linken im Kreistag, Mitbegründerin des Kreisverbandes der Linken in Paderborn; Familienstand: ledig; Geburtsort: Recklinghausen; Hobbys: Lesen, Wandern, Fotografieren, Interesse an Psychologie und Neurologie

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Ich finde es wichtig, sich politisch zu engagieren, sich auseinanderzusetzen und Demokratie zu leben, dafür möchte ich Vorbild sein.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Die Menschen stehen für mich im Mittelpunkt. Gemeinsam kann in jeder Kommune, in jedem Kreis ein Anfang gemacht werden. Wohnen ist Grundrecht und ich möchte mich in Paderborn für bezahlbare Mieten einsetzen. Gerade im ländlichen Raum könnten wir Vorbild für eine ökologische und nachhaltige Landwirtschaft werden und innovative Konzepte für den ÖPNV in ländlicheren Kreisen entwickeln.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Für die junge Generation und die ganz normale Bevölkerung, die unter hohen Mieten, schlechten Arbeitsbedingungen, geringer Bezahlung und einer zu hohen Steuerlast leiden. Ich werde mich für diejenigen einsetzen, die mittlerweile nur noch Kostenstellen sind – ich möchte ihnen wieder ein Gesicht geben.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Eindeutig Nelson Mandela! Er hat es trotz alldem, was ihm widerfahren ist, geschafft, nicht zu hassen. Er war nicht perfekt, aber authentisch und er hatte eine innere politische Haltung. Etwas, was vielen Politiker:innen heute fehlt.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Klimawandel! Wir brauchen einen schnellen Systemwandel vom Kapitalismus zu einer sozial-ökologischen und solidarischen Gesellschaft. Klimaschutz ist nur mit Klimagerechtigkeit zu erreichen, das ist auch eine Frage des sozialen Friedens! Das sind wir der jungen Generation - das sind wir unseren Kindern - schuldig!

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Der 13. Platz auf der Landesliste in NRW ist auf jeden Fall noch ein aussichtsreicher Listenplatz und letztendlich kommt es darauf an, an jeder Stelle einen guten und glaubwürdigen Wahlkampf zu führen, dann können auch die Paderborner:innen viel dazu beitragen, dass es mit dem Bundestag klappt. Also: wählen gehen!

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Die Nähe zu Bürgern ist mir wichtig, und mein Wahlkreis wird eine hohe Priorität haben. Dazu ist eine enge Zusammenarbeit mit unseren kommunalen Fraktionen wichtig, aber auch die Möglichkeit für Bürger, mit mir persönlich in Kontakt zu kommen und örtliche/regionale Präsenz.

AfD: Günter Koch (62) aus Salzkotten

Günter Koch. Foto:

Zur Person: Beruf: gelernter Fleischer. Von 1993 bis 2016 im Werbemittelvertrieb tätig. 2017 bis 2019 beim LV NRW angestellt, seit Sep. 2019 Sachbearbeiter bei MdB Udo Hemmelgarn; politischer Werdegang: Mitglied der AfD seit Mai 2013, seit 2014 Kreissprecher, stellv. Kreissprecher, stellv. Bezirkssprecher, Mitglied des Kreistages Paderborn und Fraktionsvor­sitzender im Rat der Stadt Salzkotten; Familienstand: geschieden, eine Tochter, zwei Enkelkinder; Geburtsort: Werdohl

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Auf allen Ebenen hat die Regierung versagt und den Blick für die Realität vollkommen verloren. Die Luftschlösser der schwarz-rot-grünen Schickeria müssen die kleinen Bürger tragen. Hohe Strom- und Benzinpreise, Enteignung, Planwirtschaft – die radikale Abschaffung unseres Wirtschaftsstandortes werden die Folgen sein.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Durch Beendigung des Lockdowns die Wirtschaft stärken und die Kurzarbeit beenden. Lohndumping durch die Leih- und Zeitarbeit beenden, das gerade im Paderborner Land wilde Auswüchse hat. Die Verspargelung unserer Landschaft durch Windräder stoppen, Massenmigration beenden und die Digitalisierung fördern.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Ich setze mich für alle rechtschaffenen Bürger ein. Vom Malocher auf dem Bau über den Bäckermeister bis hin zum Angestellten und dem Selbstständigen. Jeder hat Interesse daran, dass Paderborn ein starker Wirtschaftsstandort bleibt und sich nicht durch den ökosozialistischen Wahn abschafft.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Als Arbeiter war meine erste politische Heimat die SPD. Damals noch mit Staatsmännern und nicht im ideologischen Endstadium. Mein Vorbild ist Helmut Schmidt, der heute sicherlich AfD wählen würde. Solche Persönlichkeiten würden heute als „rechtsradikal“ gelten und schon beim Stammtisch aus dem Lokal gewiesen.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Die Corona-Politik der Altparteien wird immer mehr zur das Grundgesetz missachtenden Tyrannei. Ich will mit der AfD keinen Impfzwang, keinen Testzwang und das Ende der Maskenpflicht. Wir sind mündige und gesunde Bürger und lassen uns nicht nach Fake-Inzidenzen den Tag vorschreiben und wollen zurück zur Normalität.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Ich bin nicht für die Liste angetreten und sehe meine Kandidatur für einen Demokraten selbstverständlich, um ein klares Zeichen gegen die Politikverdrossenheit der Gesellschaft zu setzen. Ein Zeichen für die freiheitlich-konservative Alternative, die Partei des gesunden Menschenverstandes: die AfD.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Ich bin über Mail, Facebook und Handy jederzeit erreichbar. Zudem möchte ich natürlich so viel wie möglich mit allen Interessengruppen in Paderborn in Kontakt bleiben und die im patriotischen Sinne die bestmögliche Politik für den Wohlstand Paderborns fokussieren.

Die Partei: Rosanna Martens (25) aus Paderborn

Rosanna Martens. Foto:

Zur Person: Beruf: Studentin (Politikwissenschaft, Soziologie, Ethnologie); Familienstand: Unseren Stand finden Sie in der Westernstraße Nähe Marienplatz; Wohnort: Berlin; Hobbys: Frühstück

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Viele Menschen wollen, dass ich den anderen Parteien ein paar Prozente klaue. Und weil die Partei für Arbeit, Rechtsstaat, Tierschutz, Elitenförderung und basisdemokratische Initiative gern ein paar Sitze mehr im Bundestag besetzen würde. Mir wurde dafür ein bedingungsloses Grundeinkommen in erheblicher Höhe versprochen.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? In erster Linie möchte ich erreichen, in Paderborn über ein Direktmandat in den Bundestag einzuziehen. Die PARTEI veranstaltet dazu für Sie in diesem Jahr eine Bundestagswahl! Aus Großzügigkeit haben wir auch die anderen Parteien dazu eingeladen. Wir würden uns aber sehr freuen, wenn diese uns den Großteil der Mandate überlassen würden.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Diese Frage wurde von der Kandidatin nicht beantwortet.

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Mein politisches Vorbild ist El Presidente von der hübschen Südseeinsel Tropico. Ich habe ihm bereits mehrere Monate im Rahmen eines Praktikums über die Schulter geschaut.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Die CDU. Deutschlands korrupteste Politiker*innen, sind Steigbügelhalter*innen der AfDP und treten bei der Bekämpfung von sozialer Ungleichheit und Profitlobbyismus immer wieder in Deutschland und Europa auf die Bremse.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Auf der Landesliste befinde ich mich auf Platz 46. Sollte der höchst unwahrschein­liche Fall eintreten, dass ich nicht über ein Direktmandat in den Bundestag einziehe, stehen die Chancen ziemlich gut, dass ich dort trotzdem reinkomme, wenn ich mir im Bundestag einen Termin besorge und meinen Personalausweis mitbringe.

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Im Gegenteil! Ich lege viel Wert auf ausreichenden Abstand. In der Großstadt Berlin ist das mit dem Mindestabstand ohnehin manchmal schwieriger. Von daher stellt sich mir die Frage nicht.

Die Basis: Anna Hilde Löper (63) aus Rüthen

Anna Hilde. Foto:

Zur Person: Beruf: Lehrerin; politischer Werdegang: seit Anfang 2021 politisch aktiv, parallel dazu Buchveröffentlichung einer Politsatire („Alle lieben Ferkel“), seit April 2021 Vorsitzende/Doppelspitze der Partei „Die Basis“ Kreisverband Soest; Familienstand: verheiratet; Wohnort: Rüthen; Hobbys: Waldspaziergänge

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Weil ich als Kandidatin der Basisdemokratischen Partei Deutschland die Interessen und das Wohl der Menschen dieses Landes weitaus besser vertreten kann als die derzeit im Bundestag befindlichen Abgeordneten, die die Rechtsbrüche und das autoritäre Feudalgehabe der Regierung weitestgehend widerspruchslos abnicken.

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Ich möchte bewirken, dass die Bürger bei allen lokalen, regionalen, gesamtstaatlichen und globalen Themen basisdemokratisch mitentscheiden können, um ihr Land und ihren Lebensraum nach ihren Bedürfnissen zu gestalten und sich in Zukunft nie mehr dem Diktat einer unfähigen, machtbesessenen Regierung unterwerfen müssen.

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Für Kinder und Jugendliche - keine Minute länger ihre Gesundheit opfern! In jedem Fall das Genexperiment Impfung bei U-18 verhindern. Weg mit gesundheitsschädlichen Masken, angsterzeugender Testpflicht und dem Psychoterror - Schulen humanisieren (Bildungsinhalte reformieren, Gelder für kleinere Klassen).

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Gegenwärtig bietet das Politpersonal nur sehr abschreckende Beispiele, also Anti-Vorbilder. Für die Bewältigung einer solchen Lage, in der erstmals in der Landesgeschichte so viele Grundrechte willkürlich abgeschafft und die mittelständische Wirtschaft so massiv kaputt gemacht wurde, gibt es leider kein Vorbild.

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Die Verhinderung der direkten wie indirekten Impfpflicht. Weiter die wissenschaftliche und juristische Aufarbeitung der demokratiezerstörenden und menschenfeindlichen Maßnahmenpolitik sowie die Aufklärung bezüglich des Coronanarrativs durch die Wiederherstellung des Rechtsstaats und unabhängiger, unzensierter Medien.

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Die Chancen sind gut!

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Bürgernähe ist das Grundprinzip unserer Partei. Nur der Souverän, das Volk, zählt, kein Lobbyismus, keine Abgeordneten, die nach der Wahl nur ihr Ding machen. Wir wollen Basisdemokratie. Das heißt Meinungsumfragen, Abstimmungen, Volksentscheide zu allen wichtigen Themen.

Freie Wähler: Günter Arlt (69) aus Rheda-Wiedenbrück

Günter Arlt. Foto:

Zur Person: Beruf: Dipl. Wirtsch. Ing. (FH), Beratungsingenieur; Familienstand: verheiratet, drei erwachsene Kinder; Geburtsort: Wiedenbrück; politisch aktiv seit 2019, seit 2020 Mitglied im Stadtrat für die Freie Wählergemeinschaft Rheda-Wiedenbrück, stellv. Fraktionsvorsitzender; Hobbys: neues elektronisches „Spielzeug”, unser Tibet-Terrier Lotta, fahre gerne als Wohnmobilist von Skandinavien bis ans Mittelmeer

Warum kandidieren Sie für den Bundestag? Die Alten Parteien sind verbraucht! Für Deutschland: mehr Wissenschaftler und Ingenieure im Bundestag. Deren Herz nur fürs Grundgesetz schlägt! Keine Politiker, die alles und nichts können. Wir brauchen Menschen aus der Kommunalpolitik in Berlin. Keine Politprofis, die nicht wissen, was ein Liter Milch beim Lidl kostet!

Was möchten Sie für das Paderborner Land erreichen? Ich will besonders das Projekt der Universität Paderborn „Neue Mobilität“ voranbringen. Hier wurde die Verbindungsmöglichkeit zwischen „Betankung“ von Elektrofahrzeugen mit regenerativem Strom und wahlweise Wasserstoff entwickelt. Erst im Kreis als Leuchtturm – und später in ganz Deutschland. Aber zügig!

Für welche Bevölkerungsgruppen wollen Sie sich besonders einsetzen? Freie Wähler setzen sich für die „normalen“ Leute ein. Die im Bundestag kümmern sich um Randgruppen oder als Lobbypartei um Millionäre. Uns geht’s um die, die den Laden hier am Laufen halten. Die jeden Tag zur Arbeit gehen, pünktlich Steuern zahlen. Für die, die sich fragen, ob man sie überhaupt noch wahrnimmt in der Politik

Wer ist Ihr politisches Vorbild? Helmut Schmidt (Schnauze). Wegen seinem Realismus und Reden auf den Punkt. Echter Krisenmanager bei der Hamburger Flutkatastrophe, kein Phrasen dreschender Lachepeter! Seine Standhaftigkeit gegen die RAF. Sein Festhalten am Nato-Doppelbeschluss – gegen seine „Parteigenossen“. Darum ist die Sowjetunion Geschichte!

Was halten Sie über lokale Themen hinaus für das drängendste politische Problem? Ein beabsichtigter oder „versehentlicher“ Atomkrieg. Die Bevölkerungsexplosion in Afrika und Südamerika. Geldgierige Kleptokraten an den Schalthebeln der Macht. Nicht Bananenrepublik…hier bei uns! Im Parlament – Maskengate, die Spitze des Eisbergs. Wie lautet der Text der CDU-Ehrenerklärung? Antwort – geht euch nix an!

Wie sehen Sie Ihre Chancen, über die Liste in den Bundestag zu kommen, falls es mit dem Direktmandat nicht klappen sollte? Direktmandat oder mein Platz ist Westfalen! CDU? Griechenland Konkursverschleppung; deutsche Grenzen unkontrolliert. Stümpern bei Corona, Maskengate. Deutschland zahlt und andere haben Rente mit 60. Rot oder Grün lösen die Probleme nicht. Schulden und verbieten – was sonst? Die Bürger wählen sich frei, nicht alte Parteien!

Wie wollen Sie die Nähe zum Bürger bewahren, wenn Sie es nach Berlin schaffen? Ich habe mit 60 Jahren einen Job in Lörrach bei Basel angenommen. Meistens mit der Bahn am Wochenende hin und her. Man trifft so viele Menschen, neue Eindrücke, inspirierende Gespräche. Warum soll das jetzt anders sein? Berlin – Bielefeld... ein ICE-Katzensprung!

Über alle weiteren Nachrichten rund um die aktuelle Wahl informieren wir auf der Sonderseite zur Bundestagswahl 2021 auf westfalen-blatt.de: www.westfalen-blatt.de/bundestagswahl-2021.

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