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Literaturkurs der Gesamtschule Hüllhorst präsentiert das Thema „Romeo und Julia“ in moderner Form

Dreharbeiten statt Theaterproben

Hüllhorst

„Romeo und Julia“ ganz neu interpretiert und statt auf der Bühne als Kurzfilm: Traditionell bereitet der Literaturkurs der Gesamtschule Hüllhorst jedes Jahr ein Theaterstück zur Aufführung in der Ilex-Halle vor, das die Schüler der Jahrgangsstufe Q1 selbst erarbeiten.

Romeo und Julia? Nein – im Kurzfilm der Hüllhorster Schüler geht es um Romeo (Dennis Boßert) und Julian (Erik Soldato). Die neue Version handelt von zwei jungen Männern, die sich, wie im Original, Herausforderungen stellen müssen. Foto: Filmhütte

Da die Aufführung aufgrund der aktuellen Corona-Situation in diesem Jahr nicht gezeigt werden kann, haben sich die betreuenden Lehrkräfte Winfried Nobis und Astrid Kuhlmann-Nobis zusammen mit den Schülern des Kurses für eine filmische Darstellungsweise entschieden.

Dazu wurde der Kurs in vier kleinere Gruppen eingeteilt, die jeweils einen Kurzfilm erstellten. Das Thema lautete „Romeo und Julia“, wobei die Schüler die Möglichkeit hatten, das Stück nach ihren Vorstellungen anzupassen und umzuformulieren. Eine der Gruppen kam auf die Idee, das bekannte Stück in die moderne Zeit zu übertragen und umzuschreiben. Der neue Titel lautete nun „Roman und Julian”. „Wie der Titel vermuten lässt, handelt die neue Version von zwei jungen Männern, die, genau wie im Original, Herausforderungen zu bewältigen haben“, berichten die Schüler Mayenna Weißhuhn und Tilke Quellhorst.

An mehreren Orten im Kreis Minden-Lübbecke sind die Szenen unter Corona-Bedingungen verfilmt worden. Foto: Filmhütte

Die Gestaltung des Filmes verlief unter Eigenregie. Nachdem das Drehbuch geschrieben war, mussten Requisiten und Drehorte gefunden werden. So wurde die Bühne der Ilex-Halle kurzerhand in eine Disco verwandelt und Andrea Born, die Mutter eines Gruppenmitgliedes, stellte die Schule Rodenbeck als Filmort zur Verfügung. Darüber hinaus suchten sich die Schüler einen Platz am Flussufer der Weser mit Blick auf die Skyline von Minden, um dort eine Schlüsselszene des Kurzfilms zu drehen. Neben den externen Drehorten filmte die Gruppe auch einige Szenen bei einzelnen Mitgliedern zu Hause.

„Die Umsetzung eines solchen Kurzfilmes war jedoch coronabedingt eine große Herausforderung, da es für uns nicht einfach möglich war, sich ohne Weiteres zu treffen und die Szenen zu verfilmen“, resümieren die Schülerinnen und Schüler. Diverse Schutzmaßnahmen mussten getroffen werden: Corona-Tests vor jedem Drehtag waren ebenso nötig wie das Tragen einer FFP2-Maske am Set. Außerdem waren die Drehtage und der Ablauf strikt durchgeplant, so dass nie mehr Personen am Set waren als nötig – und zulässig.

Die technische Umsetzung übernahm die Medienproduktion „Filmhütte“, die drei der Schüler betreiben. Foto: Filmhütte

Die technische Umsetzung erfolgte durch die Medienproduktion „Filmhütte“, die drei der Gruppenmitglieder außerhalb der Schulzeit betreiben. Tilke Quellhorst, Marek Wohlfarth und Adrian Born haben bereits den Kurzfilm „Früher war alles besser“ ihrer Literaturgruppe gefilmt und geschnitten, der nach wie vor im Internet abrufbar ist.

„Da es nahezu unmöglich ist, ein so großes Projekt mit einem hohen Material- und Zeitaufwand von drei Monaten allein zu stemmen, erhielten wir finanzielle Unterstützung von der Volksbank Schnathorst“, so die Schüler. Um erste Einblicke zu erhalten, ist bereits ein Trailer auf den Social-Media-Kanälen der „Filmhütte“ zu sehen. Der Kurzfilm mit einer Gesamtlänge von etwa 20 Minuten wird am Freitag, 18. Juni, um 18 Uhr erstmals auf dem Youtube-Kanal „Filmhütte“ erscheinen.

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