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Prozess am Landgericht Bielefeld: 38-jähriger verfolgt Opfer mittels Spionage-App – Morddrohungen

Ehefrau mehrfach vergewaltigt

Bielefeld/Gütersloh

Sieben Verhandlungstage sind für den Prozess gegen den Gütersloher R. vor einer großen Strafkammer des Bielefelder Landgerichts angesetzt. Der 38-Jährige soll seine Frau vergewaltigt haben. Prozessauftakt ist am Donnerstag, 27. Mai.

Sabine Schulze

Einem Gütersloher wird vorgeworfen, seine Ehefrau mehrfach vergewaltigt zu haben. Foto: Ulrich Gösmann

Bereits im Herbst 2014/15 soll der Angeklagte seine Frau in der gemeinsamen Wohnung in Schloss Holte-Stukenbrock vergewaltigt haben. Im Frühjahr 2020 trennte sie sich von ihm und zog mit den gemeinsamen Kindern nach Gütersloh.

Von da an bis in den Herbst 2020, so die Staatsanwaltschaft, soll R. seiner getrennt lebenden Frau mit Hilfe einer heimlich installierten Spionage-App auf ihrem Handy nachspioniert haben.

Am 16. September 2020 soll der Angeklagte der Frau nachgestellt und ihr an der Kasse eines Möbelhauses in Bielefeld das Handy entrissen haben, um es auf mögliche neue Bekanntschaften zu kontrollieren. Des Weiteren wird ihm vorgeworfen, ihr auf dem Parkplatz gedroht zu haben, sie umzubringen. Elf Tage später stellte er mit Hilfe der Handyspionage fest, dass sie sich mit ihrem Auto auf dem Weg nach Münster befand. Aus Eifersucht soll der Angeklagten seiner Frau bis nach Münster gefolgt sein.

Nachschlüssel zur Wohnung heimlich angefertigt

Dort soll er die Geschädigte in ihrem Fahrzeug auf dem Parkplatz eines Verbrauchermarktes entdeckt haben. Mit seinem eigenen Fahrzeug, so die Anklage, rammte er ihr Auto mehrfach – auch noch, als die Frau mit ihrem Fahrzeug flüchtete. Dadurch soll die Frau auch mit anderen Fahrzeugen kollidiert sein. Nach einer längeren Verfolgungsfahrt mit mehreren Rammstößen hat der Angeklagte die Geschädigte aus ihrem Fahrzeug an den Haaren herausgerissen und ihr erneut mit dem Tode gedroht, wie es in der Anklage heißt.

Am 28. November schließlich soll sich R. mithilfe eines heimlich gefertigten Nachschlüssels Zutritt zur Wohnung seiner Ehefrau in Gütersloh verschafft haben, obwohl ihm eine Annäherung aufgrund eines familiengerichtlichen Beschlusses verboten war. In der Wohnung soll es zu der mehrfachen Vergewaltigung der Mutter seiner Kinder gekommen sein.

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