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Bad Lippspringer Bürgerschützenverein sorgt für Feststimmung und zeichnet treue Mitglieder aus

Ehrenschild für Eckehard Flender

Bad Lippspringe

Festlicher Gottesdienst, Marsch der Schützen durch die Stadt, Kranzniederlegung, Empfang im Rathaus und feierliche Ehrungen: Das eigentliche Schützenfest fiel zwar auch dieses Jahr aus, der Bürgerschützenverein Bad Lippspringe versuchte am Wochenende aber zumindest für etwas Festtagsstimmung zu sorgen.

Zum 52. Mal in der Geschichte des Bürgerschützenvereins Bad Lippspringe ist ein Schütze des Vereins mit dem Ehrenschild der Stadt ausgezeichnet worden. Das Foto zeigt (von links): Bürgermeister Ulrich Lange, Monika und Eckehard Flender sowie Oberst Josef Thöne. Foto:

Im Mittelpunkt stand am Sonntag Eckehard Flender. Der 63-Jährige wurde als 52. Schütze in der Geschichte des 114 Jahre alten Vereins mit dem Ehrenschild der Stadt ausgezeichnet. Bürgermeister Ulrich Lange (CDU) würdigte in seiner Laudatio das ehrenamtliche Engagement des Vollblut-Schützen: „Eckehard Flender kann Schützen zur Mitarbeit motivieren und geht dabei stets mit vollem Einsatz und viel Herzblut ­voran.“

Flender, der am Freitag noch für 25-jährige Treue zum Bürgerschützenverein ausgezeichnet und am selben Tag auch Großvater von Zwillingen wurde, leistet seit vielen Jahren Vorstandsarbeit. Zunächst als Hauptfeldwebel in seiner West-Kompanie, seit fünf Jahren als Platzmajor im Bataillon. „Er hütet das Schützenhaus noch besser als sein eigenes Haus“, lobte Lange den Vollblutschützen. Bereits im Jubiläumsjahr 2007 wurde Flender für seinen außergewöhnlichen Einsatz mit dem Bataillonsverdienstorden belohnt.

Der Höhepunkt seiner Schützenkarriere liegt fast genau zehn Jahre zurück: Am 9. Juli 2011 wurde er Schützenkönig, wählte seine Frau Monika zur Königin und war ein Jahr der höchste Repräsentant des Bürgerschützenvereins. „Seine Tanzauftritte bei den Festbällen sind legendär“, sagte Lange. Die Handschrift von Eckehard Flender trägt aber auch der Zapfenstreich: Niemand gibt bessere Kommandos als der ehemalige Berufssoldat.

Beschenkt wurde aber auch der scheidende Oberst: Der Bürgermeister überreichte Josef Thöne ein Bild vom Paderborner Künstler Herman Reichold. Der hatte das Comic-Schaf „Balinchen“, die neue Botschafterin der Stadt, als grüßenden Schützen mit Bauchbinde, Schützenhut und Oberststern gemalt. Bürgermeister und Schützenbruder Lange, 2003 selbst Schützenkönig, hatte dem Bild noch diese Widmung verpasst: „Josef, als Mann der großen Thöne, hast du den Schützen wieder mehr Gehör verschafft. Danke für 25 Jahre Vorstand und zehn Jahre als Oberst.“

Wie Eckehard Flender wird auch Josef Thöne im Rahmen der Generalversammlung am 20. August die Kommandobrücke verlassen. In seiner Rede vor dem Rathaus richtete Bürgermeister Lange noch einige persönliche Wort an Thöne: „Lieber Josef, du stehst hier heute mit deinem Team stellvertretend für all diejenigen, die in den Bad Lippspringer Vereinen Verantwortung tragen. Ihr habt die Badestädter Schützen, denen auch ich mich eng verbunden fühle, in schwieriger Zeit umsichtig, unaufgeregt und jederzeit sachdienlich kompetent durch die Pandemie geführt. Dafür spreche ich Euch, und ganz besonders dir, den Dank aller Bürger und Bürgerinnen von Bad Lippspringe aus.“

Für Glanz sorgten neben dem seit 2019 amtierenden Königspaar Nadine und Frank Täubert auch die beiden Jubelmajestäten Lisanne Sibille (Königin 1981) und Roswitha Aringhoff (Königin 1996). Sie gehörten beim Rathausempfang des Bürgermeisters zu den Ehrengästen.

Lange erinnerte auch noch an den früheren Ehrenhauptmann der West-Kompanie Heinz Meschede, der sein Königsjahr 1966 mit dem verbindenden Motto: „Miteinander – Füreinander“ überschrieben hatte. „Das hat in den vergangenen 55 Jahren nichts von seiner Aktualität verloren. Menschen, die sich miteinander und füreinander im besten Bürgersinn engagieren, können viel gemeinsam erreichen – für ihre Stadt, für ihre Familien und Freunde und nicht zuletzt auch für sich selbst.“

Mit Ehrungen für 25 Jahre Treue zum Verein waren die Schützen am Freitag im Schützenhaus in das Wochenende gestartet. Dazu hatte der BSV auch die Mitglieder ins Schützenhaus eingeladen, die bereits 2020 ausgezeichnet werden sollten, coronabedingt aber nicht teilnehmen durften.

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