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Nachhaltiges Projekt in Höxter erlöst 2525 Euro

Ein Gin für die Artenvielfalt

Höxter

Ein Gin, hergestellt aus regionalen Zutaten, mit dessen Verkauf Artenvielfalt und Nachhaltigkeit unterstützt werden? Der Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft am Fachbereich Landschaftsarchitektur und Umweltplanung an der Technischen Hochschule Höxter hat es möglich gemacht.

2.525 Euro gehen an die Landschaftsstation im Kreis Höxter: (von links) Antje Kayser (Untere Naturschutzbehörde Kreis Höxter), Burkhard Beinlich (Landschaftsstation), Sebastian Budde (Weserbergland-Spirituosen-Manufaktur), Wilfried Budde (Weserbergland-Spirituosen Manufaktur) und Franziska Bernstein (TH-OWL, Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaften). Foto: TH OWL

Eine Spende in Höhe von 2525 Euro geht an die Landschaftsstation im Kreis Höxter zur Erhaltung der Kalkmagerrasen und Pflege der Wacholdersträucher. Unter der Leitung von Professor Boris Stemmer wurde im letzten Jahr in der Technischen Hochschule in Höxter in Kooperation mit der Weserbergland-Spirituosen- Manufaktur und der Landschaftsstation ein Gin aus heimischen Quitten produziert mit der Idee, den Erlös aus dem Verkauf für den Erhalt der Artenvielfalt zu spenden.

Das Besondere sind die Zutaten aus der Region

Der Gin wurde im vergangenen Jahr produziert. „Das Besondere sind der Nachhaltigkeitsgedanke und die Zutaten aus der Region. Mit diesem Gin tun wir etwas für den Naturschutz und den Erhalt von seltenen Lebensräumen“, erzählt Lucas Kaußen. Er ist wissenschaftlicher Mitarbeiter im Forschungsschwerpunkt Kulturlandschaft.

Ziel des Gins ist es, die Kalkmagerrasen zu schützen, auf denen der Wacholder wächst. Denn der Gewinn von fünf Euro pro verkaufter Flasche floss in die Spende an die Landschaftsstation im Kreis Höxter. Das Ergebnis wertet die Hochschule als einen großen Erfolg. „Das Geld fließt in die Pflege und den Erhalt der Kalkmagerrasen. Dort wächst der Wacholder, aus dem wir unseren Gin herstellen. Aber auch viele andere Pflanzen und Tiere sind dort beheimatet“, erzählt Lucas Kaußen.

Für die Produktion des Gins muss aber immer auf den vorhandenen Bestand des Wacholders geachtet werden. „Die Frage stellt sich, wie viel Frucht geerntet werden kann, ohne dass die Qualität des Lebensraums leidet. Es wird also nie ein ganzer Strauch leergepflückt, schließlich sollen die Beeren auch den heimischen Lebewesen als Nahrung dienen“, betont Lucas Kaußen.

Nach einer Woche ausverkauft

Bereits eine Woche nach Verkaufsstart war der Gin ausverkauft. „Wir haben schon damit gerechnet, dass wir den Gin ganz gut loswerden. Dass wir nach einer Woche ausverkauft waren, das war der Wahnsinn“, freut sich Lucas Kaußen.

Fans dieser Spirituose können sich auch in Zukunft darauf freuen. Die Produktion soll in diesem Jahr wieder anlaufen.

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