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Bruderschaft ehrt das älteste noch lebende Königspaar: Johannes Janke und Theresia Mönikes regierten vor 55 Jahren

Ein Hauch von Schützenfest weht durch Bergheim

Bergheim

Eigentlich hätte die Schützenbruderschaft St. Sebastianus Bergheim kürzlich ihr traditionelles Schützenfest gefeiert. Da die Corona-Pandemie noch immer das öffentliche Leben dominiert und auch die Aktivitäten der Schützenvereine sehr stark einschränkt, hatte der Vorstand zusammen mit dem amtierenden Königspaar, Bernd und Synke Lütkehaus sowie dem Hofstaat, bereits vor einigen Monaten entschieden, das Schützenfest abzusagen.

Johannes Janke und Theresia Mönikes regierten in Bergheim vor 55 Jahren. Der Vorstand ehrte sie. Foto: Schützenverein

„Wir mussten den Tatsachen ins Auge sehen und akzeptieren, dass ein fröhliches und unbeschwertes Schützenfest über mehrere Tage in gewohnter Art und Weise auch dieses Jahr nicht gefeiert werden kann. Die Gesundheit und das Wohlergehen der Vereinsmitglieder, ihrer Familien und der Gäste stehen bei uns an vorderster Stelle. Daher haben wir beschlossen, das diesjährige Schützenfest abzusagen“, schilderte Oberst Thomas Schrodt die Beweggründe der Absage.

Der Dank der Schützen geht an die amtierenden Majestäten, die sich bereit erklärt haben, die Regentschaft bis 2023 auszuüben.

Auch wenn die Pandemie ein Schützenfest im gewohnten Rahmen verhinderte, war es der Bergheimer Bruderschaft besonders wichtig, an der Tradition festzuhalten und zumindest einige wichtige Elemente aus dem Festprogramm stattfinden zu lassen.

Ehrungen

Ein besonderer Höhepunkt des Schützenfestes ist stets die Ehrung der Jubelkönigspaare an Schützenfestmontag. Vor 55 Jahren regierten Johannes Janke und Theresia Mönikes zusammen mit ihrem Hofstaat die Bergheimer Schützen. Zum Andenken an das 55-jährige Jubiläum wurde der Jubelkönigin ein Blumenstrauß überreicht. Die Jubelmajestäten können sich noch sehr gut an das Jahr Ihrer Regentschaft erinnern und berichteten über das Königsschießen und „ihr“ Schützenfest im Jahr 1966. Johannes Janke merkte in der kleinen Feierstunde an, dass das Königsschießen damals noch in „Potthasts Scheune“ stattgefunden hat. „Am Schützenfest, Ende Juli, hatten wir traumhaftes Wetter mit viel Sonnenschein. Wir feierten ein rauschendes Fest in unserem schönen Homedorf.“, erinnerte sich Johannes Janke.

Die Jubelmajestäten, die darüber hinaus ein Jubiläum begehen konnten, würden beim nächstmöglichen Schützenfest geehrt, kündigt die Bruderschaft an. Ihr Silberjubiläum begehen in diesem Jahr Walter Husemann und Fränzi Meyer. Goldjubiläum feiern Josef Potthast und Monika Kaminski (damals Engelmann). Sie regierten vor 50 Jahren, über das Bergheimer Schützenvolk und feiern somit ihr Goldjubiläum.

Kranzniederlegung

Zudem traten die Mitglieder des Vorstandes zusammen mit König Bernd Lütkehaus, den Herren des Hofstaates, dem König von vor zwei Jahren, Peter Müller, und dem König von vor drei Jahren, Klaus Müller, an, um im Namen aller Schützen am Ehrenmal auf dem Friedhof einen Kranz niederzulegen. Oberst Thomas Schrodt erinnerte in seiner kurzen Ansprache an die verstorbenen Schützenschwestern und -brüder, an die Opfer der Weltkriege, Gewalt und Terror sowie an die Corona-Opfer. Mit der Kranzniederlegung und der deutschen Nationalhymne endete die Gedenkfeier.

Schützenmesse

Im Anschluss an die Kriegerehrung wurde im Dorfgemeinschaftshaus die Schützenmesse gefeiert. Diese wurde von Pfarrer und Präses der Bruderschaft, Ansgar Heckeroth, gehalten. Zu Ehren Gottes standen die beiden Vereinsfahnen am Altar.

Nach der Schützenmesse konnten sich die Teilnehmer vor dem Dorfgemeinschaftshaus bei gekühlten Getränken netten Unterhaltungen widmen.

Als Zeichen der festen Verbundenheit zum Verein und, um den Zusammenhalt der Dorfgemeinschaft zum Ausdruck zu bringen, wurden an den Tagen des eigentlichen Festes die Schützenfahnen im Homedorf gehisst. Durch das Schmücken der Mittlere Straße mit grün-weißen Wimpelreihen, wehte ein Hauch von Schützenfest durch den Ort.

Im kleinen Kreis legten der Vorstand, König, Hofstaat und ehemalige Könige am Ehrenmal einen Kranz nieder. Gedacht wurde den Gefallenen der Kriege und den Corona-Opfern. Foto:
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