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Bürener Justin Lange blickt zurück auf Freiwilligendienst bei Maltesern

Ein Jahr zeigt den Weg

Büren

Justin Lange weiß jetzt, wohin er beruflich will. Sein Jahr als Freiwilliger bei den Maltesern hat dem 22-jährigen Bürener die Richtung gezeigt, in die er sich weiter entwickeln möchte. Dabei lief es corona­bedingt etwas anders als zunächst geplant.

Der 22-jährige Justin Lange aus Büren konnte sich durch ein Freiwilliges Jahr bei den Maltesern beruflich orientieren. Foto:

Nach einem Jahr in der Erste-Hilfe-Ausbildung und bei Sanitätseinsätzen will Justin Lange nun zunächst eine Rettungssanitäter-Ausbildung absolvieren und dann möglichst die „große“ dreijährige Notfallsanitäterausbildung anschließen. Ein gutes Jahr geht damit für den jungen Mann zu Ende, auch wenn sein Bundesfreiwilligendienst (BFD) im Corona-Jahr mehr als ungewöhnlich war.

Nach dem erweiterten Realschulabschluss wusste Justin Lange zunächst nicht so genau, wie es weitergeht. Das Praktikum im Seniorenheim war für den aufgeschlossenen jungen Mann nicht das Richtige. Über Umwege kam er im September 2020 zu den Maltesern und wurde zum Erste-Hilfe-Ausbilder geschult.

Mehrere Seminare in der Dortmunder Rettungsdienstschule der Malteser brachten ihm Ende November die Freigabe zum Unterricht. Doch gerade da landete er voll in den Corona-Beschränkungen: Erste-Hilfe-Kurse fielen zunächst aus. Doch bei den Maltesern gab es noch einiges anderes zu tun. Justin Lange fuhr im Menüdienst mit und brachte alten Menschen das Mittagessen nach Hause. Er engagierte sich im Hausnotruf der Malteser, auch im Fahrdienst mit dem Krankentransportwagen war er mit dabei. Dabei erlebte er, dass das Leitmotiv der Malteser „…weil Nähe zählt“ täglich mit Leben gefüllt wird. Genau das hatte ihm bereits bei der Suche nach einem Freiwilligenplatz an der Hilfsorganisation gefallen.

Als dann die Corona-Zahlen weiter hochschnellten, engagierte sich der junge Mann im Testzentrum an der Karl-Schurz Straße in Paderborn. Das gefiel ihm so gut, dass er mit anderen ehrenamtlichen Maltesern gemeinsam eine komplette Mittwochs-Schicht organisierte.

Aus der Not eine Tugend zu machen, bestimmte dann auch die weitere Zeit im BFD. Denn Justin Lange, geschult darin, anderen etwas über die Erste Hilfe beizubringen und sie fit zu machen als Ersthelfer, übernahm die Online-Schulungen für Betriebstestungen. In jeweils zweistündigen Einheiten vermittelte er live und online alles an notwendigem Wissen, damit Firmen ihre Mitarbeiter qualifiziert testen und das auch bescheinigen können.

Nach so viel Trubel mit Corona sind die Erste-Hilfe-Kurse jetzt wieder gestartet. Ob für Führerscheinbewerber oder für Betriebshelfer gibt Justin Lange nun wieder regelmäßig Tagesschulungen. Neben dem Tagesgeschäft lag dabei auch ein Teil der Organisation mit Kursplanung, Bescheinigungen und anderen bei ihm. „Ich bin glücklich, dass ich das Jahr bei den Maltesern gemacht habe“, zieht der 22-Jährige sein Resümee.

Egal, wo er jetzt in der Rettungsdienstausbildung unterkommt, bei den Maltesern Paderborn will er sich weiter ehrenamtlich engagieren – und dabei sicherlich auch seine Nachfolger als Freiwillige begleiten.

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