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Förderprogramm zur Belebung der Bünder Innenstadt: Silke Krummbein eröffnet „Lebensart“ am Museumsplatz

Ein Leerstand weniger

Bünde

Längere Zeit stand das Ladenlokal am Museumsplatz 3 in Bünde leer. Jetzt zieht dort „Lebensart“ ein – eine Fundgrube unter der Leitung von Silke Krummbein.

Symbolische Schlüsselübergabe: Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger, Inhaberin Silke Krummbein und Ralf Grund vom Stadtmarketing (von links) vor dem neu eröffneten Geschäft „Lebensart“ am Museumsplatz. Foto:

Lässig sitzt Mr. Wattson im Schaufenster und lässt die Eschenholzbeine baumeln. Sein Kopf, eine große LED-Lampe, erinnert an einen anachronistischen Vespa-Scheinwerfer aus den 1950er-Jahren. Diese handgefertigte Designikone aus Kopenhagen ist eines von vielen Accessoires, die das neue Geschäft „Lebensart“ am Museumsplatz zu einer charmanten Fundgrube für die individuelle Wohngestaltung machen.

Es sind vorrangig schöne Dinge für die eigenen vier Wände, die im Ladenlokal mit der markanten Fachwerkfassade auf rund 100 Quadratmetern angeboten werden: Wohnaccessoires, Dekorationsgegenstände, Kunsthandwerk sowie gleichsam Praktisches wie Hübsches für Küche, Esstisch oder Bad. Auswahl und Stilvielfalt sind groß. Das Sortiment umfasst rund 500 Artikel und reicht von putzigen Filzanhängern über Serviersets in Elchoptik bis zum wuchtigen Blumenkübel. „Den Schwerpunkt habe ich auf den skandinavischen Stil gelegt, mit zahlreichen Designerstücken aus Schweden und Dänemark“, sagt Inhaberin Silke Krummbein. Darüber hinaus bietet die Bünderin eine handverlesene Auswahl an Feinkostprodukten an. „Es gibt Fair-Trade-Kaffee aus Kolumbien, Biotee, natives Olivenöl oder unterschiedliche Weine aus einem Gut in Baden-Württemberg.“

Silke Krummbein ist in Bünde keine Unbekannte, wenn es um schöne Dinge zum Einrichten geht. Seit etwa fünf Jahren ist sie in diesem Bereich aktiv. So ist sie bei mehreren Veranstaltungen wie beispielsweise beim Adventsmarkt „Ein Weihnachtsmarkt für Bünde“ mit einem eigenen Stand vertreten gewesen und betreibt den „Lebensart“-Onlineshop. Nun hat sie ein neues Kapitel ihres Berufslebens begonnen und Anfang Mai ihren ersten eigenen Laden eröffnet. „Für mich ist der Standort mitten im Zentrum ideal, und ich freue mich, wenn es richtig losgehen kann, sobald die Coronapandemie das zulässt.“

In dem Ladenlokal am Museumsplatz 3 war früher ein Reisebüro untergebracht. Durch die Vermietung an Silke Krummbein ist somit an einem weiteren verwaisten Gewerbestandort in der Innenstadt wieder Leben eingekehrt – die inzwischen fünfte Erfolgsmeldung für das Anfang des Jahres gestartete Leerstandsprojekt der Stadt Bünde.

Hintergrund ist das „Sofortprogramm zur Stärkung unserer Innenstädte und Zentren“ des Landes Nordrhein-Westfalen. Die Stadt Bünde erhält daraus Fördermittel, um Leerstände zu reduzieren und die Frequenz und somit die Attraktivität der Innenstadt nachhaltig zu steigern. „Das versetzt uns in die Lage, leerstehende Objekte zu sehr günstigen Konditionen anzubieten“, erklärt Ralf Grund vom Stadtmarketing, der das Projekt koordiniert und zwischen Eigentümern und Mietern vermittelt.

„Inhabergeführte Einzelhandelsstandorte mit eigener Note wie das Ladenlokal von Silke Krummbein zeichnen Bünde aus, da merkt man die persönliche Liebe zu den Dingen“, betont Bürgermeisterin Susanne Rutenkröger, die der Inhaberin jetzt zur Eröffnung gratulierte. „Ich freue mich, dass wir sie als Stadt auf dem Weg zu ihrem eigenen Geschäft aktiv unterstützen konnten und wünsche ihnen einen gelungen Start und viele erfolgreiche Jahre.“

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