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Freiwilliges Soziales Jahr mit Basismodul Sport – positives Fazit nach fünf Jahren

Ein Mehrwert für alle Beteiligten

Paderborn

Möglichst viel mitnehmen möchte Marie Halemeier aus ihrem Freiwilligen Sozialen Jahr (FSJ) in den Caritas-Werkstätten in Paderborn.

Die aktuellen Freiwilligendienstleistenden mit Basismodul Sport nutzen die Kooperation mit dem Kreissportbund und absolvieren im Ahorn-Sportpark in Paderborn die Anforderungen für die Übungsleiter-C-Lizenz. Mit dabei: Christina Frücht und Marie Halemeier (vorn von links), Susanne Bankstahl (2. von links) und Katharina Wicik (vorn rechts; beide In Via) sowie Christian Jungk (7. von links) und Yannis Wiele (links; beide Kreissportbund). Foto: Jonas/cpd

„Ich möchte gern einen sozialen Beruf ergreifen und vor meiner Berufsentscheidung möglichst viel Praxis sammeln“, sagt die 18-Jährige aus Delbrück, die in diesem Jahr ihr Abitur gemacht hat und gerade in ihr FSJ gestartet ist.

Deshalb hat sie sich auch für ein FSJ mit Basismodul Sport entschieden, das der FSJ-Träger, der Diözesanverband von In Via, in Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund Paderborn seit nunmehr fünf Jahren anbietet. Dabei erwerben die Freiwilligendienstleistenden während der begleitenden FSJ-Seminare die Grundlagen für die Übungsleiter-C-Lizenz. Damit sind die Absolventen berechtigt, in ganz Deutschland Sportgruppen jeden Alters und in jedem Sport anzuleiten.

„Qualifizierte Übungsleiter werden überall gesucht, ob in Kindergärten, Schulen, Behinderteneinrichtungen oder Altenheimen“, erklärt Susanne Bankstahl, FSJ-Referentin bei In Via. Doch nicht nur die Einsatzstellen der Freiwilligen profitieren davon. „Das Engagement und die Lizenz machen sich auch sehr gut in der Vita junger Menschen, wenn sie sich bewerben“, sagt FSJ-Referent Christian Jungk vom Kreissportbund und spricht von „Mehrwert“ für alle Beteiligten. Zumal er darauf setzt, dass einige der neuen Übungsleiter ihre frisch erworbenen Kompetenzen auch ehrenamtlich in den örtlichen Sportvereinen einbringen.

Für Marie Halemeier ist das eine gute Anregung. Denn: „Es macht sehr viel Spaß und ich kann mir das auch sehr gut in meiner Freizeit vorstellen.“ So wie auch Christina Frücht aus Elsen. Der 19-Jährigen, die nach ihrem Abitur ein freiwilliges soziales Jahr in der Grundschule Thune in Sennelager leistet, gefällt an dem Sport-Schwerpunkt vor allem, dass dabei auch soziale Kompetenzen – wie vor Gruppen zu stehen, diese verantwortlich anzuleiten oder auch Teamfähigkeit zu lernen und zu fördern – vermittelt werden, die auch abseits des Sports nützlich sind. „Und man muss dafür nicht supersportlich sein“, sagt sie und lacht.

Üblicherweise nehmen die Freiwilligen während ihres Einsatzjahres an insgesamt fünf FSJ-Seminarwochen teil. Im Bereich Schwerpunkt Sport werden in zwei der Seminarwochen jeweils zweieinhalb Tage für das Basismodul der Übungsleiter-C-Ausbildung genutzt. Zusätzlich können die FSJ-Freiwilligen ein zweiwöchiges Aufbaumodul in ihren Ferien besuchen, um die vollständige Lizenz zu erwerben.

Für Katharina Wicik, pädagogische Mitarbeiterin bei In Via, ist die Zusammenarbeit mit dem Kreissportbund ideal: „Die Themen im sozialen Bereich und im Sport ähneln sich. Sie ergänzen sich sehr gut und bauen aufeinander auf.“ Auch für Yannis Wiele, Vorsitzender der Kreissportjugend Paderborn, ist die Kooperation ein Erfolgsmodell, das den Sport um soziale Belange bereichere. „Sport ist nicht nur Bewegung, sondern hat auch mit dem Engagement in der Gesellschaft, mit Respekt gegenüber anderen und der Demokratie zu tun. Das ist eine sehr gute Verknüpfung“, meint er.

Nach fünf Jahren ziehen alle Beteiligten ein positives Fazit der Zusammenarbeit beim FSJ mit dem Basismodul Sport. „Wir hatten all die Jahre immer ein durchweg positives Feedback“, sagen Christian Jungk und Susanne Bankstahl.

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