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Papst beruft Weihbischof Dominicus Meier

Ein Paderborner im Vatikan-Gericht

Paderborn/Rom

Der Paderborner Weihbischof Dominicus Meier ist als einer von drei deutschen Geistlichen ans höchste Gericht der römischen Kurie berufen worden.

Dominicus Meier. Foto: Besim Mazhiqi

Die Signatura Apostolica, wie das Oberste Kirchengericht heißt, befindet sich in Rom und untersteht dem Papst. „Diese Berufung durch Papst Franziskus ist für mich eine große Ehre und zugleich eine große Verantwortung. Ich bin sehr gespannt, in welchen Aufgabenfeldern ich meine kirchenrechtliche Expertise einbringen kann“, sagte der promovierte Theologe. Ebenfalls berufen wurden der Bischof von Regensburg, Kardinal Gerhard Ludwig Müller, sowie der Weihbischof von Münster, Christoph Hegge.

Abitur in Bad Driburg

Dr. Dominicus Meier OSB wurde 1959 in Finnentrop-Heggen als Michael Meier geboren. Aufgewachsen ist er in Grevenbrück. 1982 machte er sein Abitur am Klemens-Hofbauer-Kolleg in Bad Driburg. Im selben Jahr trat er in die Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede ein, wo er den Ordensnamen Dominicus annahm.

Von 1983 bis 1988 studierte er Theologie und Philosophie in Würzburg und Münster. Das Sakrament der Priesterweihe empfing er am 14. Januar 1989 durch den Bischof des Bistums Münster, Bischof Dr. Reinhard Lettmann, in der Abtei Königsmünster.

Nach seiner Priesterweihe schloss er ein Promotionsstudium in Salzburg an und wurde 1991 zum Doktor der Theologie promoviert. Von 1989 bis 1991 war er zudem Diözesanrichter am Erzbischöflichen Diözesangericht Salzburg. Im Jahr 1992 begann er seine Tätigkeit als Ehebandverteidiger am Erzbischöflichen Diözesangericht Paderborn – eine Aufgabe, die er bis zum Jahr 2001 ausübte, ab 1994 war er Kirchenanwalt (Promotor iustitiae).

In Münster absolvierte er von 1995 bis 1997 ein Aufbaustudium Kanonisches Recht und schloss dieses mit der Promotion zum Lic. iur. can. ab. 1999 folgte die Habilitation im Fach Kirchenrecht an der Katholisch-Theologischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster. Ein Jahr später erhielt er den Lehrstuhl für Kirchenrecht an der Philosophisch-Theologischen Hochschule Vallendar und wurde zum ordentlichen Professor berufen.

Am 6. Oktober 2001 erfolgte seine Benediktion als Abt der Benediktiner-Abtei Königsmünster in Meschede. Dieses Amt hatte er zwölf Jahre inne, bevor er am 1. September 2013 die neue Aufgabe als Offizial des Paderborner Erzbischofs antrat.

Seit 2015 Weihbischof in Paderborn

Papst Franziskus ernannte Dr. Dominicus Meier OSB am 15. Juli 2015 zum Titularbischof von Castro di Sardegna und zum Weihbischof in Paderborn. Seine Bischofsweihe erfolgte am 27. September 2015 durch Erzbischof Hans-Josef Becker. Weihbischof Dominicus hat das Leitwort „Per Christum congregamur“ – „Durch Christus werden wir zusammengeführt“ – gewählt.

Weihbischof Dr. Dominicus Meier OSB ist aktuell kommissarischer Leiter der Migrationskommission sowie Mitglied der Kommission für Geistliche Berufe und Kirchliche Dienste der Deutschen Bischofskonferenz. Er ist zudem Beauftragter der Deutschen Bischofskonferenz für die Gläubigen der mit Rom verbundenen Ostkirchen.

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