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Schüler aus einem Philosophiekurs der Sekundarschule Beverungen schreiben Briefe an alte Menschen

Eine gute Tat erfreut Senioren

Beverungen

Da staunten die Seniorinnen und Senioren nicht schlecht: Eine Gruppe Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule im Dreiländereck erschien im St. Johannes Baptist Seniorenhaus, um ihnen selbst gestaltete Karten und Briefe zu überreichen. „Wir wollen ihnen eine kleine Freude machen“, erklärte Seda Tasceviren (14).

Briefe übergeben (von link): Elke Stieghorst (Philosophielehrerin), Noor Shinwari, Pia Gott, Petra Thomä (Sozialdienst; Seniorenhaus Beverungen), Yfke Jäckel, Seda Tasceviren, Minka Bah, Alexia Enache, Fynn Reen, Jason Peters, Maike Henkenius (Verwaltungsmitarbeiter; Seniorenhaus), Damian Woelk, Lorik Ferati, Holger Schäfers (Sozialdienst Seniorenhaus) Foto: Sekundarschule

Die Idee dazu entstand im Unterrichtsfach „Praktische Philosophie“ der achten Jahrgangsstufe unter der Leitung von Lehrerin Elke Stieghorst. Zum Abschluss der Unterrichtsreihe „Gut und Böse“ beschäftigten sich die Schüler mit der Frage „Was ist eine Gute Tat“? Sie erarbeiteten, dass diese allein dazu dient, andere zu erfreuen und keine Gegen-leistung erwartet.

Den Vorschlag der Lehrerin, eine gute Tat in die Praxis umzusetzen, befürwortete die gesamte Lerngruppe begeistert. Einer der Leitgedanken der Sekundarschule im Dreiländereck, die Stärken der Schüler durch den Einsatz von „Kopf, Herz und Hand“ weiter zu entwickeln, findet hier Anwendung.

„Wir haben dann entschieden, und zwar einstimmig, etwas für ältere Menschen zu machen, die während der Pandemie bestimmt weniger oder gar keinen Besuch bekommen haben,“ kommentiert Fynn Reen (14). Jason Peters und Pia Gott (beide 13) setzten sich mit dem Seniorenhaus in Verbindung und erfragten den Bedarf. „50 Briefe – und wir freuen uns sehr“, war die Auskunft.

Skurte Hyseni steckte dann die anderen mit ihrer Idee an, zusätzlich Blumen zu falten als „kleines Geschenk“. Somit begannen die Schüler Briefe zu verfassen und Blüten zu falten, die dann auf Karten mit Gedichten philosophischer Art befestigt wurden. Die Übergabe war ein voller Erfolg.

Das Ziel, anderen Freude zu machen, hatten die Schüler erreicht. Sowohl den Bewohnern, als auch Holger Schäfers vom Sozialdienst war die Freude anzusehen. „Ich bin wirklich stolz auf die Gruppe,“ resümiert Elke Stieghorst und ergänzt: „Wenn die Umsetzung der Idee auch länger gedauert hat, als ich vorher geplant hatte, wird diese praktische Gute Tat in Erinnerung bleiben.“

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