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Gymnasium St. Xaver als „Humanitäre Schule“ ausgezeichnet

Eine Mission für das Leben

Bad Driburg

Im Schuljahr 2020/21 hat sich das Gymnasium St. Xaver erstmalig an der Kampagne „Humanitäre Schule“ des deutschen Jugendrotkreuzes beteiligt.

Die Mitglieder der Projektgruppe gemeinsam mit Schulleiter Antonio Burgos: (hintere Reihe von links) Marina Peine, Jakob Kros, Daliah Diekmann, Lisa Ertner, Rabea Schunicht, (vordere Reihe von links) die zuständigen Lehrkräfte Raphael Fecke, Sara Hermann und Stephanie Knaup, Miriam Surholt, Franka Kriegesmann, Johanna Lange, Alina Eikermann, Lotta Lüke, Juliane Straubel, Caterina Rehermann, Anika Pfennings und Schulleiter Antonio Burgos. Foto: Gymnasium St. Xaver

Die Projektgruppe, bestehend aus 17 Schülern der Jahrgangsstufen EF und Q1 sowie den betreuenden Lehrkräften Sara Herrmann, Stephanie Knaup und Raphael Fecke, kann nun voller Stolz auf die gelungene Zertifizierung blicken.

Das Jugendrotkreuz (JRK), Landesverband Westfalen-Lippe, das am Gymnasium St. Xaver schon als wichtiger Ansprechpartner im Rahmen des Schulsanitätsdienstes bekannt ist, setzt sich als Organisator der Kampagne für die Gesundheit, das Wohlergehen, den Schutz, das friedliche Zusammenleben und die Würde aller Menschen ein. Diese Haltung soll im Rahmen der Kampagne in die Schulen getragen und das Engagement der Schüler im Zeichen der Menschlichkeit gestärkt werden. 

Die Projektphase besteht schwerpunktmäßig aus zwei Elementen, die im Laufe dieses Schuljahres am Gymnasium St. Xaver umgesetzt wurden: Zunächst führten die Schüler ein Planspiel durch, bei dem sie eigenständig einen fiktiven humanitären Konflikt lösen mussten. Dafür übernahmen sie die Perspektiven verschiedener Länder oder Institutionen. Das Planspiel wurde von den zwei Schülerinnen Lisa Ertner und Anika Pfennings geleitet, die zuvor vom JRK als humanitäre Scouts ausgebildet worden waren.

Auf die Kinderrechte achten

Auf Basis der Erfahrungen aus dem Planspiel, in dem die Schüler unter anderem mit dem Problem der Gewaltanwendung an Kindern konfrontiert wurden, folgte die Durchführung eines frei wählbaren humanitären Projekts. Die Schüler entschieden sich für die Entwicklung eines Projekts für Kinder, um im Zuge dessen über Kinderrechte aufzuklären, aber auch auf Kinderrechtsverletzungen hinzuweisen. Die verschiedenen kreativen Aktionen wie selbst erstellte Lernvideos, Geschichten oder Quizfragen wurden in einem Parcours zusammengestellt, der über die App „Biparcours“ des Ministeriums für Bildung NRW kostenlos gespielt werden kann. Der Parcours ist schwerpunktmäßig an Kinder im Alter von acht bis zwölf Jahren gerichtet. Wer den interaktiven Parcours spielen möchte, muss einmalig die App „Biparcours“ kostenlos auf sein Tablet oder Smartphone herunterladen. Über die Suchfunktion kann der erstellte Parcours durch die Eingabe des Titels „Kinderrechte for kids‘“ gefunden und gespielt werden.

Bei einer Zertifizierungsfeier im Tagungshotel des JRK in Münster berichteten einige der Projektteilnehmer nun über das erfolgreiche Kampagnenjahr und stellten das Projekt vor. Mit viel Lob und Dankbarkeit wurde das Engagement der Schüler unter anderem von Landtagspräsident André Kuper gewürdigt und mit der Bitte verbunden, sich auch in Zukunft im Sinne der Mitmenschlichkeit zu engagieren.

Die Zertifizierung des Gymnasiums St. Xaver als „Humanitäre Schule“ ist nun Auszeichnung und Anreiz zugleich. Denn auch in den kommenden Jahren sollen Kampagnen mit immer neuen Teilnehmern durchgeführt und das Label „Humanitäre Schule“ somit mit Leben gefüllt werden – ganz im Sinne des Leitgedankens der Schule: Eine Mission für das Leben.

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