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Die Uni Baskets Paderborn verlieren in Quakenbrück nach zwischenzeitlichem 23-Punkte-Rückstand mit 89:97

Eine zu schwache erste Hälfte

Paderborn

Die Reaktion, die sich Headcoach Steven Esterkamp erhofft hatte, kam zu spät: Sechs Tage nach der Heimniederlage gegen den Nürnberg Falcons BC (82:88) mussten sich die Uni Baskets am Donnerstagabend den Artland Dragons in Quakenbrück nach ganz schwacher erster Hälfte mit 89:97 (31:53) geschlagen geben.

Von Elmar Neumann

Nach dem 82:88 gegen Nürnberg kassieren Aaron Kayser, Badu Buck und Jens Großmann (von links) in Quakenbrück die zweite Niederlage in Folge. Foto: Elmar Neumann

Von dem vermeintlich vielversprechenden Auftakt, den die Uni Baskets erlebten, blieb nicht viel. Jens Großmann und Brad Greene sorgten für eine Paderborner 4:0-Führung, von der einen 11:0-Lauf der Dragons später nicht mehr die Rede war. Die Gastgeber dominierten das Heimspiel des Drittletzten gegen den Tabellenachten in den ersten 20 Minuten phasenweise nach Belieben und bauten den Vorsprung  bis auf 23 Punkte (41:18/13.) aus.  In der Rubrik  Ballverluste stand es 10:3 für die Uni Baskets,  die Zahlen bei den Ballgewinnen (1:6), Assists (5:15), Rebounds (12:23) und vor allem Offensivrebounds (1:9) ließen ebenfalls kaum Interpretationsspielraum.

Nach Wiederbeginn untermauerte Zach Ensminger, der 20-jährige Sohn des ehemaligen Baskets-Centers Chris Ensminger (48), direkt, dass sich die Hausherren weiterhin nur für diese eine Richtung interessierten und stellte mit einem Dreipunktspiel auf 56:31. Aber wie gegen Nürnberg wollten sich die Baskets trotz phasenweise fürchterlicher Freiwurfquote (2/11, 19 Prozent, 26. Minute) auch in dieser Begegnung nicht wehrlos geschlagen geben. Angeführt von Chavares Flanigan, Jordan Barnes und Jackson Trapp, verteidigten die Gäste nun erheblich aggressiver und verkürzten im dritten Abschnitt bis auf neun Punkte (69:60/28.).  Nach einem Trapp-Dreier stand es 4:23 Minuten vor Schluss sogar nur noch 80:85 aus Paderborner Perspektive, aber für die komplette Wende sollte es nicht mehr reichen.  Zu groß war die Hypothek aus der schwachen ersten Halbzeit.

Trapp mit 20 Punkten bester Werfer

Während die an der Freiwurflinie fast fehlerfreien Sieger (25/27, 93 Prozent) in Ensminger (23 Punkte) ihren erfolgreichsten Werfer hatten, waren Trapp (20), Barnes (17), Flanigan (14) und Peter Hemschemeier (10) die fleißigsten Paderborner Punktesammler.  Der ehemalige Baskets-Guard Demetrius Ward (1/7 aus dem Feld) verbuchte für die Drachen sechs Punkte und vier Rebounds. "Wenn man den Gegner so weit wegziehen lässt, macht man sich das Leben eben selbst schwer.  Immerhin hat die Mannschaft eine tolle Moral bewiesen, aber so eine Aufholjagd kostet auch immer Kraft und die hat vielleicht am Ende gefehlt", sagte Geschäftsführer Dominik Meyer.

Wiedersehen schon am 14. Januar

Die Chance zur Revanche bietet sich den Uni Baskets sehr schnell: Bereits am 14. Januar ist auf dem ProA-Spielplan das Rückspiel vorgesehen. Zuvor bekommt es das Team von Trainer Steven Esterkamp unter anderem mit den Bayer Giants Leverkusen zu tun, die am 2. Weihnachtstag (Sonntag, 18 Uhr) im Sportzentrum Maspernplatz vorstellig werden. Die Riesen vom Rhein feierten am Donnerstagabend einen 90:76-Heimsieg über Trier und schoben sich auf Rang vier vor, während die Uni Baskets nun als Neunter geführt werden.

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