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Komplizierte Verrechnung – Stadt übernimmt 60.000 Euro Ausfall

Elternbeiträge für OGS

Schloß Holte-Stukenbrock

Der Rat der Stadt Schloß Holte-Stukenbrock hat entschieden, dass rückwirkend für Januar und Februar keine Beiträge für die Betreuung in der Offenen Ganztagsschule (OGS) und der Randstunde erhoben werden. Für die Monate März, April und Mai sollen lediglich 50 Prozent des Beitrags erhoben werden.

Der Offene Ganztag und die Randstunde, hier die Verabschiedung von Ulrike Böhne und Helga Tiemann an der Grauthoffschule in Schloß Holte-Stukenbrock, ist beliebt. Weil zu Coronazeiten nicht immer das volle Angebot herrschte, müssen die Eltern auch nicht den vollen Betrag zahlen. Foto: Monika Schönfeld

Die Beitragsausfälle werden vom Land NRW und der Stadt je zur Hälfte getragen. Insgesamt werden daher für die Zeit von Januar bis Juni 2,5 Monatsbeiträge erhoben. Da die Einigung zur Kostenbeteiligung des Landes NRW erst in den vergangenen Tagen geschlossen werden konnte, hat die Stadt in den zurückliegenden Monaten im Januar, April und Juni die vollen Beiträge für die OGS eingezogen beziehungsweise zu dessen Zahlung aufgefordert. Es erfolgt daher nun eine Verrechnung mit dem Juli-Beitrag. Daher werden im Juli lediglich 50 Prozent des OGS-Beitrags eingezogen oder zu dessen Zahlung aufgefordert.

Die Beiträge für die Randstundenbetreuung werden von den Trägern des Angebots abgerechnet. Bisher wurden nur im Januar und Juni Beiträge eingezogen. Aufgrund der bisher vier Monate ohne Einzug (Februar, März, April, Mai) für die Randstundenbeiträge muss daher ein halber Beitrag nachgefordert werden, damit die Beitragskonten ausgeglichen sind. Dies erfolgt mit dem Juli-Beitrag.

Die Stadt bedauert, dass zusätzlich zu dem zeitweisen Ausfall des Betreuungsangebots auch noch die unübersichtliche Beitragszahlungspflicht zu einer Belastung für die Familien in der Stadt geführt hat. Die Stadt wendet etwa 60.000 Euro für den Ausgleich der Zahlungsausfälle durch die beschriebene Entlastung bei den OGS- und Randstunden-Elternbeiträgen auf, um die finanziellen Auswirkungen aufgrund der eingeschränkten Betreuungsmöglichkeit wegen des Corona-Infektionsrisikos auf die Familien zu reduzieren.

Um Irritationen zu vermeiden, wird darauf hingewiesen, dass in jedem Jahr die Kosten der OGS- oder Randstunden-Betreuung auf zwölf Beitragsmonate verteilt werden, so dass auch im Juli ein Elternbeitrag zu entrichten ist, obwohl das Angebot überwiegend aufgrund der Ferienzeit nicht oder nur eingeschränkt in Anspruch genommen wird.

Ansprechpartnerin für Rückfragen ist Tanja Mader unter Telefon 8905109.

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