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Monumenta gestern und heute im Forum Jacob Pins – Ferdinand von Fürstenberg an der Weser

Erinnerungsorte sind auch in Höxter

Höxter

Eine neue Sonderausstellung „Monumenta – Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe“ wird am Sonntag, 29.Mai, im Forum Jacob Pins in Höxter eröffnet. Dabei handelt es sich um ein Kooperationsprojekt mit dem Stadtmuseum Paderborn sowie dem Kreismuseum Wewelsburg.

Von Jürgen Drüke

Die Weser bei Ferdinand von Fürstenberg und Jacob Pins: Museumskuratorin Dr. Julia Diekmann freut such auf die Sonderausstellung im Forum Jacob Pins und der Marienkirche. Eröffnung ist am Sonntag, 29. Mai. Foto: Jürgen Drüke

„Zu dem Projekt gibt es in Höxter neben dem Forum auch noch einen Ausstellungsort in der Marienkirche“, stellt Museumskuratorin Dr. Julia Diekmann ­heraus. Die Ausstellung wird am Sonntag um 11.30 Uhr eröffnet. „Im Forum Jacob Pins werden die Erinnerungsorte Ferdinand von Fürstenbergs aus dem 17. Jahrhundert an der Weser aufgegriffen und den Erinnerungslandschaften des deutsch-jüdischen Künstlers Jacob Pins, der von 1917 bis 2005 gelebt hat, gegenübergestellt“, beschreibt Diekmann die Idee und den Vergleich.

. Dabei sind der Brunsberg bei Höxter, die Weser bei Herstelle und Würgassen in der Ausstellung im Forum wichtige Schauplätze. Aus dem 17. Jahrhundert werden die Original-Beschreibungen Ferdinand von Fürstenbergs aus seinem Buch über den Brunsberg in lateinischer Sprache zu sehen sein. Direkt daneben liegt die Übersetzung aus dem Jahr 1844 von Franz-Joseph Mikus. „Die Ausstellung zeigt deutlich, wie sich Landschaften und Wohnräume im Verlauf der Jahrhunderte verändert haben“, erklärt Julia Diekmann. Bilder aus der heutigen Zeit gibt es dazu von der Fotografin Annette Fischer.

Palästina

Der Bezug des 1936 nach Palästina emigrierten Jacob Pins wird hergestellt. Pins habe die Landschaften seiner Kindheit an der Weser vergessen und sich später in zahlreichen Zeichnungen, Holzschnitten und Gemälden künstlerisch mit der für ihn verlorenen Heimat auseinandergesetzt. Die Ausstellung in der Höxteraner Marienkirche widmet sich, ausgehend von den in der „Monumenta Paderbornensia“ thematisierten Spuren, der Sachsenkriege Karls des Großen und dem Kulturwandel in der Region unter dem Einfluss der Karolinger.

Zwischen Weser und Lippe

Die Region zwischen Weser und Lippe sei reich an historischen Zeugnissen. „Römer und Germanen, Sachsen und Franken haben ihre Spuren hinterlassen und die Region zu einer geschichtsträchtigen Landschaft gemacht“, berichtet Dr. Julia Diekmann. Ferdinand von Fürstenberg, der gelernte Fürstbischof von Paderborn und Münster, ging diesen Spuren nach und schrieb 1669 das Buch „Monumenta Paderbornensia“ – Denkmale des Paderborner Landes. „Hierin setzte er 24 Orten, Landschaften und Ereignissen ein literarisches Denkmal. Die Ausstellungen in Höxter, Paderborn und Wewelsburg zeigen diese Orte und fragen nach ihrer Bedeutung für die Gegenwart“, so die Museumsdirektorin.

Die Ausstellung im Forum Jacob Pins wird mit Puzzeln und Schallplatten bereichert und am Sonntag, 29. Mai, eröffnet. Von 14 Uhr bis 17 Uhr gibt es zudem einem Familiennachmittag mit Mitmachaktionen. Ein Workshop beschäftigt sich mit dem 17. Jahrhundert. Um 14.30 Uhr und 16 Uhr sind Führungen vorgesehen. Die Ausstellung kann bis Sonntag, 28. August, besucht werden. Erinnerungsorte zwischen Weser und Lippe ist auch eine Zeitreise aus dem 17. Jahrhundert bis in die heutige Zeit. Die Erinnerungsorte, die Ferdinand von Fürstenberg in seiner Monumenta an der Weser beschreibt, geben interessante Einblicke in die Geschichte und fragen nach ihrem Bedeutungswandel bis in die heutige Zeit.

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