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Tragischer Tod eines Fünfjährigen in einer Kita im Lieme: Mann soll Anhänger abgestellt haben, um damit Sperrmüll zu entsorgen

Ermittlungen gegen Lemgoer (46)

Lemgo

Nach dem tödlichen Unfall in einer Kindertagesstätte in Lemgo (Kreis Lippe), bei dem ein fünfjähriger Junge unter einen Anhänger geraten und verstorben ist, ermittelt die Staatsanwaltschaft gegen einen 46-Jährigen, der den Kipper dort abgestellt hat.

Von Christian Althoff

Der Junge war zwischen der Kippvorrichtung und dem Fahrgestell dieses Anhängers eingeklemmt worden. Foto: Polizei Lippe

Das haben die Staatsanwaltschaft Detmold und die Polizei Lippe am Mittwochnachmittag mitgeteilt. Die genauen Umstände des Unglücks sind weiter ungeklärt. Der Fünfjährige war zwischen die Ladefläche und das Fahrgestell eines Autoanhängers geraten, der auf dem Gelände der Kita abgestellt war. Der Anhänger gehört der Evangelischen Kirchengemeinde und sollte dazu dienen, Sperrmüll abzutransportieren. Er war noch nicht beladen. Die etwa zwei mal drei Meter große Kippfläche kann mit einer handbetriebenen Hydraulikpumpe gehoben und gesenkt werden. Dazu muss ein Hebel bewegt werden.

Zum Zeitpunkt des Unglücks sei offenbar kein Erwachsener in der Nähe des Anhängers gewesen, sagte Oberstaatsanwalt Ralf Vetter. Mögliche unmittelbare Augenzeugen des Geschehens wurden bisher nicht gefunden. Auch konnten noch nicht alle Personen aus dem Umfeld des Kindergartens befragt werden. Einige sind dazu psychisch noch nicht in der Lage.

Die Obduktion des Leichnams fand am Mittwoch statt. Demnach ist der Junge an den Folgen seiner inneren Verletzungen verstorben.

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