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Thomas Schnepf stellt Buch über Herforder Fall von 1921 vor

Ermordete Bürgermeister

Herford

Zwei Gedenksteine in der Nähe von Heidelberg erinnern an ein brutales Verbrechen. Am 29. Juni 1921 waren dort der Herforder Bürgermeister Wilhelm Busse und der frühere 2. Bürgermeister Leopold Werner ermordet worden. Thomas Schnepf hat daraus einen Krimi gemacht, den er am 7. Oktober ab 19 Uhr in der Markthalle vorstellt.

Von Hartmut Horstmann

Die Gedenksteine erinnern an das brutale Verbrechen. Ein ehemaliger Richter hat daraus ein Buch gemacht, das er am 7. Oktober in Herford vorstellen wird. Foto: Philipp Rudolf, Staatsanzeiger Stuttgart

Der Autor, ein ehemaliger Richter, wird vor allem über die Besonderheit des Falls berichten: „Es war einer der ersten Indizienprozesse der deutschen Rechtsgeschichte.“ Parallelen sieht der Experte auch zu heute. So habe das Gerücht kursiert, der zum Tode Verurteilte, ein Bahnarbeiter, sei nicht der wahre Mörder. Vielmehr habe die Tat einen politischen Hintergrund. Thomas Schnepf: „Verschwörungstheorien gab es also auch schon damals.“

Nachdem die bisherigen zwei Auflagen der „Heidelberger Mordsteine“ vergriffen sind, bereitet der Kehl-Verlag eine dritte Auflage vor. Der Herforder Geschichtsverein als Veranstalter der Lesung erwartet ein großes Interesse, eine Anmeldung unter Tel. 05221/132213 (Geschäftsstelle) wird daher empfohlen.

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