Corona-Aktionsprogramm in Bielefeld läuft an

Erste Maßnahmen für Kinder und Jugendliche

Bielefeld

Der Stadtrat hat die Verwaltung im Februar beauftragt, ein Corona-Aktionsprogramm zu entwickeln. Mit diesem Programm soll corona-bedingten Belastungen und Schäden in der Bevölkerung entgegengewirkt werden. Der Rat will das Programm im Juni beschließen. Für Kinder und Jugendliche laufen schon erste Maßnahmen.

wn

Krisenstabsleiter Ingo Nürnberger Foto: Bernhard Pierel

„Es gibt bereits viele gute Ideen, die wir bis Ende Mai zusammenstellen, damit die Politik sie beraten kann“, sagt Sozialdezernent Ingo Nürnberger. „Einige dringende Maßnahmen zur Unterstützung für Kinder, Jugendliche und deren Familien ziehen wir aber vor, um schon in den Sommerferien oder direkt danach Angebote machen zu können. Die Vorbereitungen dafür laufen auf Hochtouren.“

Schon für die Osterferien hat die Stadt zusätzliches Geld in die Hand genommen, um hier möglichst vielen Kindern eine Teilnahme an den Ferienspielen zu ermöglichen. Die corona-bedingten Vorgaben machten es erforderlich, die Gruppen zu verkleinern. Mit dem zusätzlichen Geld war es dann dennoch möglich, dass rund 750 Kinder und Jugendliche in etwa 140 Gruppen teilnehmen konnten. Für die Sommer- und Herbstferien sollen jetzt weitere 260.000 Euro bereitgestellt werden, um gemeinsam mit den Jugendhilfeträgern wieder vielen Kindern ein gutes Angebot machen zu können.

Aber nicht nur da kümmert sich die Stadt. Intensiviert worden ist auch die zusätzliche Sprachförderung in den Kitas. Das war und ist wichtig, weil aufgrund der verschiedenen Phasen des Lockdowns verständlicherweise etwas aufzuholen ist, um insbesondere die angehenden Schulkinder gut vorzubereiten. Die Stärkung der Familien im Übergang der Kinder von der Kita in die Schule ist ein weiterer jetzt bereits zu beginnender Baustein des städtischen Förderprogramms.

Gemeinsam mit dem Bielefelder Jugendring, den Jugendhilfeträgern und weiteren Akteuren plant die Stadt außerdem einige schöne Gemeinschaftserlebnisse für Familien im Freien. Hierfür sollen 126.000 Euro bereitgestellt werden.

Gedacht ist hier an Familienfesten in allen Stadtbezirken unter Beteiligung der Sportvereine, der im Stadtteil tätigen Jugendeinrichtungen und der Bezirksämter. Geplant sind Veranstaltungen mit Sport-, Bewegungs- und Spielangeboten, mit kulturellen Beiträgen. Auch sollen ein zentrales Familienfestival mit Musik, Theater Kabarett oder Aktionskunst für Besucherinnen und Besucher jeden Alters und Open-Air-Kulturveranstaltungen stattfinden.

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