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Stadt Höxter und Unternehmen wollen beim schnellen Impfen helfen – Alte Förderschule wird kurzfristig für zwei Impfstraßen hergerichtet

Erstes Betriebs-Impfzentrum im Kreis wird in Lütmarsen eröffnet

Höxter

Höxter bekommt ein eigenes Impfzentrum für alle Betriebe. Das berichtet die Stadtverwaltung auf Anfrage des WESTFALEN-BLATTES. Die frühere Förderschule in Lütmarsen werde für das im Kreis einzige Impfzentrum für die Unternehmen aus dem Stadtgebiet Höxter kurzfristig hergerichtet, bestätigte Bürgermeister Daniel Hartmann.

Von Michael Robrechtund

Gemeinsam gegen das Corona-Virus: Bürgermeister Daniel Hartmann und weitere Beteiligte aus Verwaltung und Wirtschaft vor dem betrieblichen Impfzentrum in Höxter-Lütmarsen; (von links) Georg Beverungen (Abteilungsleiter Hochbau- und Gebäudemanagement), Julia Brand-Tuerkoglu (Unternehmen Arntz-Optibelt), Bürgermeister Daniel Hartmann, Volker Rodermund (Abteilungsleiter Wirtschaftsförderung), Mark Becker (Firma Gebrüder Becker), Hauke Bitterberg (Apotheke Am Ansgar) und Sabine Hasenbein (Abteilungsleiterin Zentrale Steuerung Stadt Höxter).

Ab Montag, 7. Juni, können auch Betriebsärztinnen und –ärzte gegen das Coronavirus impfen, so der Beschluss der Bundesregierung. Das gilt als ein wichtiger Schritt, um auch Beschäftigte vor Ansteckungen am Arbeitsplatz und schweren Krankheitsverläufen zu schützen. Um den Impfprozess zu beschleunigen und effektiv umzusetzen, richtet die Stadt Höxter ab dem 7. Juni ein Impfzentrum in der früheren frei stehenden Förderschule in Lütmarsen ein.

Die frühere Schule in Lütmarsen wird im Erdgeschoss und im Obergeschoss Impfzentrum mit zwei Impfstraßen. Foto: Michael Robrecht

Nachdem feststand, dass das Impfen in den Betrieben als dritte Säule der Impfstrategie umgesetzt werden soll, haben sich Bürgermeister Daniel Hartmann und einige ansässige Höxteraner Firmen frühzeitig auf den Weg gemacht, eine geeignete Infrastruktur für die Verabreichung des Impfstoffes an die Firmenbelegschaften zu schaffen. „Es ist uns im Rahmen der Wirtschaftsförderung ein hohes Anliegen, die Höxteraner Firmen bei der Organisation eines reibungslosen Ablaufs der Impfungen zu unterstützen, damit die in Aussicht gestellten Impfdosen möglichst zügig an die Beschäftigten in den Betrieben verimpft werden können“, sagte der Bürgermeister dem WB.

Mit Hilfe der Firmen Gebrüder Becker, Arntz Optibelt und weiterer Betriebe konnten die baulichen und organisatorischen Voraussetzungen geschaffen werden. In der Ex-Förderschule Lütmarsen, die lange auch Unterkunft für Geflüchtete war, stehen ab dem 7. Juni nun zwei Impfstraßen zur Verfügung, die von Betriebsärzten oder von ihnen beauftragten Medizinern zum Impfen genutzt werden können. „Es macht mich sehr stolz, wie alle Beteiligten in kürzester Zeit hier beim Aufbau des betrieblichen Impfzentrums mitgeholfen haben. Weitere Betriebe wie die Firmen Bosse Desgin aus Stahle, Getränke Waldhoff oder Bäckerei Engel waren sofort bereit, mit Sachmitteln dieses Projekt zu unterstützen“, berichtete Bürgermeister Daniel Hartmann am Freitag.

Der Betrieb des Impfzentrums erfolgt wieder in Kooperation mit der Apotheke am Ansgar in Höxter. „Die Zusammenarbeit hat sich bereits bei Organisation der Bürgerteststellen in den Ortschaften bewährt und wird nunmehr beim Impfen fortgesetzt“, freut sich der Bürgermeister auch auf diesem Gebiet wieder fachliche Hilfe gefunden zu haben.

Betriebsärzte aber auch Ärzte im Auftrag von Betriebsärzten können das neue Betriebsimpfzentrum fortan nutzen. Die Stadt Höxter wird im Hinblick auf die Verteilung der Nutzungszeiten im Impfzentrum und weitere organisatorische Bedingungen die notwendigen Informationen für die Höxteraner Firmen in den nächsten Tagen noch bekannt geben.

„Das Impfzentrum in Höxter-Lütmarsen ist zunächst nur für die Belegschaften der Höxteraner Betriebe gedacht und kein Ableger des Impfzentrums des Kreises Höxter in Brakel“, stellt der Bürgermeister heraus. Firmen aus Nachbarstädten können das Impfzentrum der Stadt nicht mit nutzen.

Aber auch mit Blick auf künftige Nachimpfungen oder Impfungen von Schülerinnen und Schülern ist die Schaffung einer weiteren zentralen Infrastruktur im Stadtgebiet möglicherweise hilfreich, so die Stadt.

Alle Beteiligten hoffen nun, dass der entsprechende Impfstoff wie angekündigt in ausreichendem Maße zur Verfügung gestellt wird, damit durch die Nutzung des Betriebsimpfzentrums ein weiterer Beitrag zur Pandemiebekämpfung geleistet werden kann.

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