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Neuer Fond unterstützt Kirchengemeinden und Einrichtungen

Erzbistum Paderborn investiert 3,5 Millionen Euro in Klimaschutz

Paderborn

Das Erzbistum Paderborn bezuschusst Klimaschutzmaßnahmen in seinen Gemeinden und Einrichtungen mit 3,5 Millionen Euro. „Als Christen sind wir davon überzeugt, dass Gott uns Menschen seine Schöpfung anvertraut hat. Damit haben wir alle den Auftrag, Gottes gute Werke zu schützen und zu bewahren“, erklärte Generalvikar Alfons Hardt am Montag.

Von KNA/WB

Der Paderborner Dom. Foto: Jörn Hannemann

Und weiter: „Das Erzbistum Paderborn nimmt diesen Auftrag sehr ernst und leistet mit dem Klimaschutzfonds einen Beitrag zum Erhalt der Erde auch für zukünftige Generationen.“

as Geld aus dem neu eingerichteten Klimaschutzfonds fließt laut Erzbistum unter anderem in Sonnenkollektoren, Heizungen, Photovoltaikanlagen oder Stromspeicher. Außerdem würden Dachbegrünungen und das Aufforsten von Wäldern bezuschusst.

„Wir rufen Kirchengemeinden und Einrichtungen des Erzbistums Paderborn dazu auf, sich intensiv für die Bewahrung der Schöpfung zu engagieren und aktiv zum Schutz des Klimas beizutragen“, betonte der Generalvikar des Paderborner Erzbischofs.

Mit dem neuen Klimaschutzfonds sollen kirchliche Körperschaften des öffentlichen Rechts sowie die Trägergesellschaften der katholischen Kindertagesstätten im Erzbistum Paderborn zu Klimaschutz-Maßnahmen angeregt werden und zugleich die notwendige finanzielle Unterstützung durch die Erzdiözese erhalten. Generalvikar Hardt setzt die Förderrichtlinien des neuen Klimaschutzfonds zum 1. Januar 2022 in Kraft.

Klimaschutz-Maßnahmen in Kindertagesstätten, in Verwaltungsgebäuden für die Pastoralen Räume, in dauerhaften Dienstwohnungen sowie energetische Sanierungsmaßnahmen würden durch den Klimaschutzfonds mit 30 Prozent der anerkannten Kosten gefördert, konkretisierte Michael Peine vom Team Klimaschutz im Bereich Bauen des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn. Die Förderung aus dem Klimaschutzfonds erfolge bei Kirchengemeinden zusätzlich zur Regelförderung von Baumaßnahmen.

„Wenn durch eine Kirchengemeinde beispielsweise Sonnenkollektoren zur Warmwasserbereitung oder für die Raumheizung eines Gemeindezentrums angeschafft und betrieben werden, dann können die entstehenden Kosten mit 30 Prozent aus dem Klimaschutzfonds bezuschusst werden“, erläuterte Klimaschutzmanager Peine. Auch Photovoltaikanlagen, Stromspeicher zur Speicherung von selbsterzeugtem Ökostrom sowie Holzpellet-, Hackschnitzelheizungen, Erd-, Wasser-, Luftwärmepumpen, Blockheizkraftwerke oder der Anschluss an Nahwärmenetze sollen mit 30 Prozent der als förderungsfähig anerkannten Kosten aus den Mitteln des Klimaschutzfonds bezuschusst werden.

„Kirchengebäude, insbesondere denkmalgeschützte Bauten, sind im Hinblick auf den Klimaschutz besondere Herausforderungen“, so Peine. Die technische Überarbeitung der Heizungssteuerungs- und Lüftungstechnik werde deshalb ebenso bezuschusst wie zentrale Lüftungsgeräte mit Wärmerückgewinnung, Gebäudedämmung und die Umrüstung der Beleuchtung auf LED-Technik in Nichtwohngebäuden.

„Im Förderumfang des Klimaschutzfonds ist zudem die Dachbegrünung sowie die Entsiegelung von befestigten Flächen eingeschlossen“, erklärt Peine als Klimaschutzmanager des Erzbistums Paderborn.

Es gibt auch Kirchengemeinden, die Waldflächen besitzen: Wenn deren Waldflächen mit Mischwald zur nachhaltigen Bewirtschaftung aufgeforstet werden, so sei auch dafür ein Zuschuss aus dem Klimaschutzfonds möglich.

Weitere Informationen und Formulare gibt es auf der Homepage wir-erzbistum-paderborn.de/klimaschutzfonds.

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