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Betroffenen Familien eine kostenfreie Auszeit in Bildungshäusern angeboten

Erzbistum Paderborn zieht positive Bilanz der Aktion für Hochwasser-Opfer

Das Erzbistum Paderborn hat eine positive Bilanz seiner vor sechs Monaten gestarteten Hilfsaktion „Grenzenlos verbunden“ für Betroffene des Hochwassers gezogen. In seinen Bildungshäusern habe das Erzbistum im vergangenen halben Jahr betroffenen Familien eine kostenfreie Auszeit mit Unterkunft, Verpflegung, Programm und Seelsorge angeboten, erklärte das Erzbistum.

Von epd

Das Bildungs- und Exerzitienhaus St. Bonifatius in Winterberg-Elkeringhausen. Foto: Jan Braun

„Wir konnten mit der Aktion vielen Menschen in ihrer absoluten Ausnahmesituation unbürokratisch und konkret helfen“, sagte der Leiter der Abteilung „bilden + tagen“, Andreas Hölscher.

Insgesamt hätten im Zeitraum der Aktion 75 Menschen, Familien sowie Großeltern mit ihren Enkelkindern, insgesamt 208 Übernachtungen gebucht, hieß zum Abschluss der Aktion. Die Gäste in den Bildungshäusern des Erzbistums Paderborn kamen den Angaben nach beispielsweise aus den Regionen Rösrath im Bergischen Land, Bad Bodendorf, Overath, Rheinbach, Sundern, Erftstadt-Liblar oder Hellenthal. Zum Jahresende sei die Nachfrage dann zurückgegangen. Daher sei die Hilfsaktion nach sechs erfolgreichen Monaten nun abgeschlossen worden.

Andreas Hölscher ist Leiter der Abteilung "bilden + tagen" im Erzbischöflichen Generalvikariat und Direktor des Bildungs- und Tagungshauses Liborianum in Paderborn. Foto: Sabrina Voss/Erzbistum Paderborn

Die Aktion „Grenzenlos verbunden“ habe sich unabhängig vom Wohnort an alle vom Hochwasser Betroffenen gewendet, erklärte das Erzbistum zum Ende der Aktion. Anmeldung und Buchung seien ohne bürokratische Hürden möglich gewesen, auch Nachweise über die Betroffenheit seien auf Vertrauensbasis gelaufen.

„Wir wollten schnell helfen. Und wir wollten allen Menschen, die aus einer solchen Ausnahmesituation zu uns kommen, einen Ruheort zum Krafttanken geben, über den sie selber bestimmen konnten“, erklärte Hölscher. Während einige Menschen seelsorgliche Begleitung und Gespräche genutzt hätten, seien andere einfach dankbar gewesen, morgens ohne Sorge und in Ruhe ein Frühstück genießen zu können.

Das Erzbistum Paderborn hatte zudem unmittelbar nach der Hochwasserkatastrophe Hilfen aus einem Fluthilfefonds bereitgestellt. Bis heute sei der Fonds auf 1,2 Millionen Euro aufgestockt worden. Die Hilfen würden über die Caritasorganisationen vor allen in den Hochwassergebieten in Hagen, Iserlohn und Fröndenberg eingesetzt.

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