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Gemeinde Stemwede will mit Tempotafeln Autofahrer ausbremsen, die zu schnell unterwegs sind

„Erziehende“ Smileys statt Blitzer

Stemwede

Der Hinweis für Autofahrer in Stemwede ist unübersehbar: „Sie fahren 49 km/h!“

Er ist seit Jahren der Mann für die Tempotafeln: Jürgen Klamor vom Bauhof montiert die Geräte an besonders verkehrsträchtigen Stellen in der Gemeinde Stemwede wie am Leverner Kindergarten. Foto:

„Sie fahren 49 km/h!“ Autofahrer, die jetzt in Levern auf der Straße „Obere Horst“ unterwegs sind, sehen entweder einen lachenden Smiley – oder ein Gesicht mit hängenden Mundwinkeln. Das kommt ganz darauf an, ob sie sich an die geltende Geschwindigkeitsbegrenzung halten.

In Höhe des Kindergartens zeigt eine Tempotafel herannahenden Autofahrern an, wie schnell sie unterwegs sind – erlaubt sind 30 km/h. Unter anderem hatte Ratsherr Frank Schröder auf diese Gefahrenstelle hingewiesen (wir berichteten). Die Gemeinde Stemwede hat neue Tafeln angeschafft, um alle auszubremsen, die zu schnell unterwegs sind. „Die Gemeinde besitzt inzwischen acht dieser Tafeln“, informiert Bauhofmitarbeiter Jürgen Klamor. „Sie werden regelmäßig an besonders verkehrsträchtigen Stellen im Gemeindegebiet postiert.“

Lachender Smiley – alles gut! Bürgermeister Kai Abruszat und Bauhofmitarbeiter Jürgen Klamor mit der neuen mobilen Tempotafel. Foto:

Bürgermeister Kai Abruszat nutzte nun die Gelegenheit, sich eine der neuen Tafeln von Jürgen Klamor zeigen zu lassen. „Jeder von uns kennt die Wirkung dieser Tafeln. Man geht als Autofahrer automatisch vom Gas“, bestätigt der Verwaltungschef. „Mir ist diese Art, das Bewusstsein für Geschwindigkeiten zu schärfen, sehr viel lieber, als direkt durch den Kreis oder die Polizei Blitzer aufstellen zu lassen“, erklärt Abruszat das Stemweder Vorgehen in Sachen Verkehrssicherheit und Tempokontrollen. „Dieses System hat sich bei uns im Gemeindegebiet bereits bewährt.“

Eine Tempotafel kostet etwa 2000 Euro. Sie zeigt nicht nur die Geschwindigkeit an, sondern erfasst auch die Zahl und die Art der vorbeifahrenden Fahrzeuge. Nach jeweils etwa einer Woche wird sie an einem neuen Ort aufgehängt. Der Grund: „Bleibt sie zu lange an derselben Stelle, tritt der Gewöhnungseffekt ein und die Beachtung der Tafeln lässt nach“, weiß Klamor, der bereits den nächsten Standort m Hinterkopf hat.

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