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Bürgermeister widerspricht Behauptung zur Unterquerung am Bahnhof

„Es gab kein Angebot in Willebadessen“

Willebadessen

Mehrere Details, die ein Bürger jüngst in einem Leserbrief zum Bahnhof Willebadessen genannt hat, sind nicht richtig. Darauf weist Willebadessens Bürgermeister Norbert Hofnagel in einer Pressemitteilung hin.

Von Daniel Lüns

Ein Angebot für eine Unterquerung des Bahnhofes Willebadessen habe es nie gegeben, sagt Bürgermeister Hofnagel. Foto: Daniel Lüns

„Grundsätzlich nimmt die Stadt Willebadessen nicht Stellung zu Leserbriefen“, schreibt Hofnagel. „Da aber der Leserbrief  zum geplanten Konzept für den Bahnhof Willebadessen falsche Behauptungen in der Sache und zum Verhalten des Stadtrates enthält, erfolgt diese Klarstellung.“

Der Bahnhof Willebadessen sei im Jahr 1993 von der Bahn geschlossen worden – trotz des Widerspruchs der Stadt Willebadessen. „Es wurde allgemein als Glücksfall angesehen, dass im Rahmen der Planung und Realisierung des Eggetunnels im Jahr 2003 die Wiedereröffnung des Bahnhofs Willebadessen gelungen ist“, betont Norbert Hofnagel.

Querung kategorisch ausgeschlossen

Es habe mehrfach Gespräche mit Vertretern der Bahn gegeben, in denen von der Stadt Willebadessen der Wunsch nach einer Querung vorgebracht worden sei. Von den Vertretern der Bahn sei eine Überquerung kategorisch ausgeschlossen worden. Eine Unterquerung wiederum sei seitens der Bahn aus Platzgründen, aus Sicherheitsgründen und nicht zuletzt aus Kostengründen – aufgrund der Bau- und Unterhaltskosten – abgelehnt worden.

Insbesondere sei das mit dem Hintergrund geschehen, da die Strecke auch beim Bau einer Unterquerung zeitweise hätte gesperrt werden müssen. „Ein Angebot der Bahn, gegen eine Kostenbeteiligung der Stadt dennoch zu bauen, gab es nicht. Insofern hat es hierüber gar keine Abstimmung im Rat gegeben“, sagt Hofnagel.

"Konzept für den Bahnhof macht Sinn"

Bei der Tunnelplanung und der damit zusammenhängenden Planung der Unterquerung der Bahnlinie durch die L763 sei ursprünglich vorgesehen und planfestgestellt worden, einen Fußweg anzulegen, der vom Bahnsteig an der südöstlichen Seite des Bahnhofs direkt am Brückenlager abwärts und dann darunter hindurch führt. „Dazu kam es aber nicht, da die Immobiliengesellschaft der Bahn den Bahnhof mit komplettem Grundstück verkauft hatte, ohne die für die Bahnsteigverbindung notwendige Fläche zurückzubehalten“, sagt der Bürgermeister.

Rat und Verwaltung der Stadt Willebadessen stünden „vollumfänglich hinter dem Bahnhof Willebadessen und unterstützen eine Attraktivierung. Ein Konzept hierfür zu erstellen, macht absolut Sinn“.

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