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Thüle, Niederntudorf, Upsprunge und Verlar haben jetzt baugleiche Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge

Es gibt Vierlinge bei der Salzkottener Feuerwehr

Salzkotten

Nachdem die Stadt Salzkotten im November des vergangenen Jahres die ersten beiden Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeuge (HLF) 10 vom Hersteller Ziegler in Giengen/Brenz abgeholt hatte, folgten jetzt die Fahrzeuge drei und vier.

Von Hans Büttner

Vor der Kulisse der historischen Dreckburg präsentierten die Stadt Salzkotten und die Feuerwehr mit Stolz ihre neuen Vierlinge. Die vier neuen baugleichen Feuerwehrfahrzeuge gehen an die Löscheinheiten Thüle, Niederntudorf, Upsprunge und Verlar Foto: Hannes Büttner

„Vier absolut baugleiche Fahrzeuge nahezu zeitgleich in Dienst stellen zu können, ist schon etwas Besonderes“, freute sich Salzkottens Feuerwehrchef Tobias Rupp­recht am Samstagvormittag bei der Präsentation der vier Fahrzeuge an der Dreckburg.

Die neuen Fahrzeuge sind für alle Hilfsleistungseinsätze optimal ausgerüstet. Die Löschgruppen Thüle, Niederntudorf, Upsprunge und Verlar können sich über die Neuanschaffungen freuen. Eine komplette Löschgruppe mit neun Personen findet in jedem Fahrzeug Platz. Vier Kameraden können sich so beispielsweise bereits auf der Anfahrt zum Einsatzort mit Atemschutzgeräten ausrüsten.

Der Wassertank der Fahrzeuge umfasst jeweils 2000 Liter. Über einen fest eingebauten Zumischer können 120 Liter Schaummittel dem Wasser zugegeben werden. Die starken Pumpen schaffen es, über eine Automatikfunktion 2000 Liter Wasser pro Minute zu fördern. Wichtig war der Wehr bei der europaweiten Ausschreibung auch, dass die Fahrzeuge so ausgelegt sind, dass sie auch mit wenig Personal optimal und effektiv eingesetzt werden können.

„Ebenfalls war es uns wichtig, dass alle vier Fahrzeuge absolut identisch beladen sind und alles am gleichen Platz liegt. Denn das hat nicht nur bei der einheitlichen Ausbildung Vorteile, sondern vor allem auch bei Einsätzen“, sagte Rupprecht. So kommt es auch nicht zu Problemen, wenn zum Beispiel die Feuerwehrkameradinnen und -kameraden aus Verne standortübergreifend ihren Kameraden aus Salzkotten bei Einsätzen unterstützen. „Jeder ist mit den Fahrzeugen vertraut, keiner muss lange suchen und jeder weiß, wo sich die Sachen befinden“, lobte der Feuerwehrchef das Salzkottener Konzept.

Auch habe man bei der Anschaffung der neuen Fahrzeuge darauf geachtet, dass sie auch für die neuen Anforderungen geeignet seien. Für Unwettereinsätze sind eine Schmutzwasserpumpe und eine Kettensäge an Bord. Die 300 PS starken Motoren samt Automatikgetriebe sollten allen Anforderungen gewachsen sein. Weiterhin gehören zur Ausstattung 440 Meter B-Schläuche, 240 Meter C-Schläuche, Hohlstrahlrohre, ein Lichtmast samt Zubehör, eine Wärmebildkamera, Hochleistungslüfter, ein Mehrgasmessgerät und nicht zuletzt die Ausrüstung für Einsätze bei Verkehrsunfällen. „Nicht nur die Fahrzeuge sind neu, auch nahezu die gesamte Beladung“, sagte Tobias Rupprecht.

Notwendig wurden die Neuanschaffungen besonders durch den erforderlichen Austausch der in die Jahre gekommenen Feuerwehrfahrzeuge in Thüle, Niederntudorf und Verlar. „Diese Vorgängerfahrzeuge waren schließlich 30 Jahre und älter“, erklärte Rupprecht. Lediglich das Upsprunger Fahrzeug (ein LF 10) sei noch nicht so alt gewesen. Es ersetze, mit einem zusätzlichen Rettungssatz ausgerüstet, ein 25 Jahre altes LF 8/6 in Scharmede.

„Jetzt können wir vier Standorte mit modernem Gerät ausstatten“, freute sich auch Bürgermeister Ulrich Berger. Insgesamt habe die Stadt Salzkotten für die vier neuen Fahrzeuge 1,6 Millionen Euro ausgegeben. Erhalten habe sie dafür nicht nur moderne und leistungsstarke Feuerwehrfahrzeuge und Gerätschaften. Es sei auch ein Zugewinn für die Sicherheit der Bürger.

Die acht Einheiten der Feuerwehr der Stadt Salzkotten verfügen über 23 Feuerwehreinsatzfahrzeuge. Darunter sind 13 Löschfahrzeuge und eine Drehleiter. Die Wehr zählt 300 aktive Feuerwehrfrauen und -männer. 75 Mitglieder hat die Jugendabteilung und 85 die Altersabteilung.

Derzeit wird in Zusammenarbeit von Stadt und Wehr der neue Feuerwehrbedarfsplan für die nächsten fünf Jahre erarbeitet. Aktuell befindet sich der Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Verlar in Vorbereitung und für den Neubau des Feuerwehrgerätehauses in Upsprunge sind die planrechtlichen Voraussetzungen da. „Hier steigen wir jetzt in die Planungen des Gebäudes ein“, sagte Stadtbauplaner Martin Westermeier.

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