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Suche nach einem Grundstücke für eine Mountainbike-Strecke gestaltet sich schwierig

Es hapert an der Fläche

Beverungen

Ob Jugendliche in Beverungen eine Mountainbike- und BMX-Strecke bekommen, steht weiter in den Sternen. Der Wille ist da – sowohl in Politik als auch in der Verwaltung. Was fehlt, ist ein geeignetes Grundstück, am besten am Hang.

Von Alexandra Rüther

Hätte man gerne auch in Beverungen: eine speziell für Mountainbikes und BMX-Räder geschaffene Fläche wie hier in Hannover. Foto: dpa

Ob Jugendliche in Beverungen eine Mountainbike- und BMX-Strecke bekommen, steht weiter in den Sternen. Der Wille ist da – sowohl in Politik als auch in der Verwaltung. Was fehlt, ist ein geeignetes Grundstück, am besten am Hang.

„Die Jugendlichen waren ja auch bei mir. Und ich habe in der Zwischenzeit etliche Gespräch geführt mit Besitzern von Flächen, die in Frage kämen“, erklärte Bürgermeister Hubertus Grimm im Rat. Die Antwort der Eigentümer – überwiegend Landwirte – sei aber immer eine ablehnende gewesen, aus unterschiedlichen Gründen. „Eine Fläche mit Hanglage haben wir in der Kernstadt nicht“, sagte Grimm und stellte die Frage, ob auch eine Ortschaft in Betracht kommen könnte.

Gute Erreichbarkeit, aber Überschwemmungsgebiet

Als einzige Option in der Kernstadt brachte er den Bereich an der Weser direkt am Tretbecken ins Spiel. Die Erreichbarkeit an der Weser sei ideal und es könnte eine neue Attraktion am Radweg entstehen. Andererseits handele es sich hier um Überschwemmungsgebiet. Die Frage sei also, ob man überhaupt eine Baugenehmigung bekomme. Auch könnten immer wieder Instandsetzungskosten auf die Stadt zukommen, wenn die Strecke nach einem Hochwasser beschädigt wäre. Außerdem sei zu klären, wer die Verantwortung für die Strecke übernehmen würde. „Wir können als Stadt da keine Aufsicht führen. Wir bräuchten einen Träger. Die Stadt Warburg etwa habe die Strecke an einen Verein übergeben.

Ideenwettbewerb der FDP

Die FDP hatte das Thema nach einem Ideenwettbewerb unter Jugendlichen in die Haushaltsplanberatungen 2021 eingebracht. Geld gab es damals nicht, aber die Fraktionen waren sich einig, an dem Thema dranzubleiben. Einen Arbeitskreis, wie jetzt von der FDP beantragt, wollen sie aber nicht.

Nach FDP-Willen hätte sich dieser Arbeitskreis möglichst aus Vertretern der Jugend-Organisationen der Parteien und weiterer Jugend-Organisationen zusammen setzen sollen. Auch Schülervertreter hätten teilnehmen sollen.

„Wir sehen zu viele offene Fragen“, sagte Stephan Böker für die CDU, „das Thema ist im Schulausschuss besser aufgehoben“, so Rolf-Dieter Crois für die SPD.

Verwaltung stellt Bauvoranfrage

So einigte man sich schließlich darauf, das Thema in den Ausschuss für Familie und Bildung zu verweisen. Die FDP wird interessierte Jugendliche in den Ausschuss einladen, um dann über konkrete Vorschläge beraten zu können. Unterdessen wird die Verwaltung eine Bauvoranfrage bezüglich der Fläche an der Weser stellen.

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