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Vlothoer Unfall vor Gericht: 46-jähriger Kalletaler wegen fahrlässiger Tötung angeklagt

„Es tut mir unendlich leid“

Vlotho

Im September 2020 war er auf dem Weg zu seinem Lkw dessen Ladung er nach Süddeutschland überführen sollte. Dann sei dem Mann aus Kalletal (46) ein schrecklicher Unfall „mit sehr traurigen Folgen“ passiert, wie sein Verteidiger am ersten Prozesstag vor dem Amtsgericht erklärte. Nur schriftlich ließ der Beschuldigte den Juristen dazu eine Erklärung abgeben. „Das ist eine Sache, die tut mir unendlich leid.“

Von Wilhelm Adam

Der schwere Unfall im September 2020 an der Kreuzung Beerenkämpen in Vlotho-Steinbründorf hatte zwei Frauen – Mutter und Tochter – das Leben gekostet. Ein 46-jähriger Mann aus dem Kalletal muss sich jetzt vor dem Amtsgericht in Bad Oeynhausen wegen fahrlässiger Tötung verantworten. Erster Verhandlungstag war Dienstag. Foto: C.Müller

„Das ist ein Unfall, den man Gott sei dank nicht alltäglich hat“, berichtete eine Polizistin (39). An jenem 20. September 2020 sei sie nachts mit zwei Kollegen an der Kreuzung Lemgoer Straße/Wehrendorfer Straße (Höhe Beerenkämpen) eingetroffen. „Er hat das Stoppschild missachtet“, zitierte die Frau dabei eine erste Einlassung des Beschuldigten, dessen Jaguar „mittig im Kreuzungsbereich gestanden“ habe. Damit widersprach sie der Einlassung des Mannes über seinen Anwalt, sich „vorsichtig in die Kreuzung hinein getastet“ und den von rechts kommenden VW-Polo zunächst übersehen und dann gebremst zu haben, „aber es war zu spät.“

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