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Neue naturwissenschaftliche Räume der Gesamtschule Salzkotten vorgestellt

Experimentieren erwünscht

Salzkotten

Berthold Fischer und Sebastian Kaesler sind in ihrem Element. Vielleicht wären die beiden Physiklehrer gern selbst noch einmal Schüler, denn in den neuen naturwissenschaftlichen Räumen der Gesamtschule Salzkotten, finden Schülerinnen und Schüler jetzt modernste Bedingungen vor, um richtig Spaß an Physik, Chemie und Biologie zu bekommen.

Von Marion Neesen

Drückten bei der Vorstellung der neuen Fachräume in der Gesamtschule Salzkotten gerne noch einmal die Schulbank und lauschten Schulleiter Berthold Fischer (hinten von links) Michael Horstknepper, Egbert Stute, Martin Westermeier (alle Fachbereich Stadtentwicklung) und Bürgermeister Ulrich Berger sowie (vorn von links) Michaela Kieroth und Lisa Meschede (Fachbereich Bildung und Soziales) sowie Michael Röder und Dorothee Höppner (Schulpflegschaft) und Foto: Marion Neesen

Schulleiter Fischer und der Leiter der Fachkonferenz Kaesler haben am Mittwoch gemeinsam mit Bürgermeister Ulrich Berger die insgesamt acht Fachräume präsentiert, die im Erdgeschoss der Gesamtschule in acht Wochen Bauzeit entstanden sind.

„Damit wird unser Engagement in den MINT-Fächern nun noch weiter gepusht“, sagte Fischer, „gleichzeitig haben wir größten Wert auf modernste Errungenschaften und Sicherheitstechnik gelegt.“ Es habe ein bisschen gedauert, aber der Weg, den man gemeinsam mit der Stadt gegangen sei, sei der richtige gewesen, statt auf eine Teilsanierung zu setzen.

Der Bereich zwischen ehemaliger Haupt- und Realschule ist in den vergangenen Monaten komplett umgebaut worden. 7,6 Kilometer Kabel seien verlegt, 750 Quadratmeter Estrich und Fußbodenbeläge verbaut und 1250 Quadratmeter Wandbeläge angebracht worden, informierte Bürgermeister Ulrich Berger. Heizung, Sanitär und Lüftung seien erneuert, Türen ersetzt und das Brandschutzkonzept umgesetzt worden. Fast zwei Millionen Euro wurden so inklusive Nebenarbeiten in die Fachräume, die alle multifunktional genutzt werden können, investiert. Insgesamt seien in die Gesamtschule somit nun schon deutlich mehr als zehn Millionen Euro geflossen. „Es ist uns wichtig, dass die Schülerinnen und Schüler optimale Lernbedingen vorfinden“, so Berger.

Der Physiklehrer und Leiter der Fachkonferenz Sebastian Kaesler erläuterte die Sicherheitsstandards. Foto: Marion Neesen

Bekommen haben die Gesamtschüler damit auch naturwissenschaftliche Räume, die technisch auf dem neuesten Stand sind. Module für Strom und Gas lassen sich von der Decke herabsenken, so dass ohne Schlauch- und Kabelgewirr gearbeitet werden kann. Die Fachlehrer regeln dabei die Gaszufuhr, ein Sicherheitsalgorithmus verhindert, dass unkontrolliert Gas ausströmt. Gleichzeitig sind Schüler und Lehrer fortschrittlich digital unterwegs. Dort, wo früher eine Schiefertafel ihre Dienste versah, hängt heute ein 85-Zoll-Smartboard, auf den sowohl Schülerarbeiten und Bücherinhalte projiziert als auch digital geschrieben werden kann. Der Schulleiter ist gerade auch angesichts der Pandemie und des Distanzunterrichts froh, dass an der Gesamtschule schon seit 2012 die Digitalisierung vorangetrieben wurde.

Fasziniert ist Berthold Fischer auch von den Vorbereitungsräumen, in denen jetzt alles penibel sortiert und für jeden Lehrer leicht auffindbar ist. „Hier sind Räume wirklich gedacht worden“, ist Fischer begeistert. Im Bereich Physik könnten nun alle abiturrelevanten Experimente angeboten werden.

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