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Zukunftsweisender Bildungsgang am Berufskolleg Kreis Höxter entlässt Techniker ins Berufsleben

Fachleute für vernetzte Zukunft qualifiziert

Brakel

Für die 18 Absolventen der Fachschule für Technik am Berufskolleg Kreis Höxter war es ein ganz besonderer Tag. Von Schulleiter Michael Urhahne nahmen sie nach vier Jahren Ausbildung den langersehnten Lohn in Form ihrer Technikerzeugnisse in Empfang.

Die Absolventen der FSTA1B (von links): Jonas Braunst, Jan Niklas Conrad, Melvin Daum, Jaques Debuisson, Marian Exner, Paul Gilles, Jannik Hellmann, Johann Isaak, Kevin Jeschonnek, Robin Lohre, Yanneck Lücke, Mathias Menne, Steffen Nutt, Dimitri Reichert, Marvin Reker, Eduard Schmidt, Fynn Weinholz und Lars Wittek umrahmt von ihren Lehrerinnen und Lehrern, Christof Ulrich (2. von links) und Michael Urhahne (3. von links). Foto: Fachschule für Technik am Berufskolleg

„Es war nicht immer ganz einfach“, so der Klassensprecher Lars Wittek in seiner Dankesrede. Vier Jahre neben Beruf und Familie, das war schon eine Herausforderung, aber nun seien sie froh, dass sie durchgehalten haben, und er dankte ausdrücklich denjenigen, die es ermöglicht haben, dieses Ziel zu erreichen. Neben der fachlichen Horizonterweiterung hätten sich neue Freundschaften gebildet, die wohl die gemeinsame Zeit in den Laborräumen des Berufskollegs überdauern würden.

Das Berufskolleg Kreis Höxter nahm am Schulort in Brakel erstmalig im Jahre 2018 Studierende in die Fachschule Technik mit dem Schwerpunkt „Digitale Produktionstechnik“ auf. Das wurde möglich, nachdem das Ministerium für Schule und Bildung in Düsseldorf den in Brakel entwickelten Bildungsplan genehmigte.

Michael Urhahne betonte in seiner Ansprache die besondere Bedeutung der Berufsfelderweiterung und verwies auf die Chancen, die sich heute, gerade im Zeitalter des Fachkräftemangels, daraus ergeben.

„Die nebenberufliche Weiterbildung kann nur erfolgreich im Einklang und mit Unterstützung der Betriebe sein“, so Urhahne. Umso erfreulicher sei es, dass es sich Christof Ulrich, Betriebsleiter der Firma Vauth-Sagel, nicht nehmen ließ, in seinem Impulsvortrag den Absolventen seine Ratschläge mit auf den Weg zu geben. Er erinnerte an seine eigene Erfahrung während seiner Aus- und Weiterbildung und verwies auf die Anforderungen, die die heutige Berufs- und Arbeitswelt an die neuen Führungskräfte stellt. Ulrich: „Die Firmen sind innerbetrieblich und auch untereinander vernetzt, die individuelle Mobilität setzt auf Autonomie und auch die künstliche Intelligenz hält Einzug in die Produktion.“

Der Abteilungsleiter der Fachschule, Hubertus Johlen, hob vor allem das angenehme Lernklima und den Zusammenhalt der Studierenden hervor. Der Weg bis hierher sei für alle Beteiligten nicht immer leicht gewesen. Die Umsetzung der Planungen führten manchmal dazu, dass nachjustiert werden musste. Aber das Ziel wurde nie aus den Augen verloren und man sei den Weg zusammen zu Ende gegangen. „Mit dem Erlernten und dem Zertifikat haben die Studierenden den Grundstein für eine neue, spannende berufliche Herausforderung gelegt. Auch für dieses Schuljahr plant das Berufskolleg die Aufnahme eines neuen Jahrgangs. Bewerbungen werden entgegengenommen“, sagte Johlen.

In dem Studiengang „Digitale Produktionstechnik“ geht darum, für die Zukunft gerüstet zu sein und Expertenwissen für die Industrie 4.0 aufzubauen. Für Facharbeiter der Bereiche Metall, Elektro- und Informationstechnik bietet das Berufskolleg Kreis Höxter am Standort Brakel eine berufsbegleitende Weiterbildung mit dem Schwerpunkt „Digitale Produktionstechnik“ an.

Der Studiengang bietet die Möglichkeit, sich auf neue Entwicklungen und technische Bedingungen vorzubereiten. Als künftige Expertinnen und Experten werden die Studierenden fit gemacht, um digitale, vernetzte, und automatisierte Fertigungsprozesse zu entwickeln und zu steuern.

Der Bildungsgang umfasst acht Semester, wobei das letzte Semester als Praxissemester im Betrieb mit Projektaufgabe angelegt ist. Der Unterricht erfolgt während der Woche berufsbegleitend am Abend. Der erfolgreich absolvierte Studiengang führt zum Abschluss „staatlich geprüfter Techniker/staatlich geprüfte Technikerin“, der mit dem Bachelorabschluss gleichwertig ist.

„Wir qualifizieren damit engagierte Facharbeiter für die vernetzte Zukunft und für Führungsaufgaben in der digitalen Fabrik“, erklärt der Leiter des Berufskollegs Kreis Höxter, Michael Urhahne. Der Studiengang stößt bei Studierenden und Betrieben auf eine positive Resonanz. Das hat auch dazu geführt, dass das Berufskolleg Essen das Konzept bereits übernommen hat.

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