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Zweckverbandsversammlung der Sparkasse Herford beschließt Ausschüttung

Fast vier Millionen fließen an die Träger

Herford

Trotz Corona-Krise hält die Nachfrage nach privatem Wohneigentum im Kreis Herford weiter an. Im ersten Quartal dieses Jahres hat die Sparkasse Herford 32 Grundstücke, Wohnungen und Häuser mit einem Volumen von mehr als 14,3 Millionen Euro durch eigene Makler vermittelt.

„Ein Schwerpunkt blieb das Interesse an Ein- und Zweifamilienhäusern, die mit 21 Objekten einen Großteil ausmachten“, heißt es in einer Mitteilung der Sparkasse Herford. Ebenso ungebrochen war die Nachfrage nach Wohnungsbaukrediten. „Die historisch niedrigen Zinsen sorgen dafür, dass immer mehr Kunden lieber die eigenen vier Wände finanzieren, anstatt Miete zu zahlen“, berichtete Peter Becker, Vorstandsvorsitzender der Sparkasse.

Die Sparkasse Herford informiert regelmäßig den Zweckverband – den Zusammenschluss der kommunalen Träger des Finanzinstitutes – über ihre geschäftliche Entwicklung. Die kommunalen Träger der Sparkasse sind der Kreis Herford sowie die Städte Herford, Bünde, Löhne und Vlotho. Für die Kämmereien der Träger wichtig: Auf Grundlage der Bilanz für das Jahr 2020 hat die Verbandsversammlung eine Ausschüttung an die Träger in Höhe von 3,98 Millionen Euro beschlossen.

„Vor dem Hintergrund der besonderen Umstände sind wir mit dem bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2021 zufrieden“, erklärte Becker. Das sei vor allem einem sehr guten Kreditgeschäft sowohl bei Firmen- als auch bei Privatkunden zu verdanken. Bei den Kreditzusagen an Unternehmen handele es sich vor allem um mittelfristige Kredite.

„In der Folge stiegen auch die Kreditbestände der Unternehmen in diesem Jahr erneut an“, freute sich Becker. Und der Vorstandsvorsitzende erklärte weiter: „Mit dem Zuwachs von mehr als 28 Millionen Euro konnten wir unser Engagement zur Finanzierung der heimischen Wirtschaft nochmals verstärken.“

Hinzu kam der intensive Einsatz rund um die Corona-Hilfen. „Allein im vergangenen Jahr wurden 236 Finanzierungen mit einem Volumen von mehr als 79,5 Millionen Euro aus den Corona-Förderprogrammen beantragt“, berichtete Becker.

Eine weitere Auswirkung der niedrigen Zinsen: Die Anleger suchten Alternativen im Wertpapiergeschäft. Die Wertpapierumsätze lagen mit rund 225 Millionen Euro deutlich über dem Vorjahreswert von 189 Millionen Euro, das entspricht einem Plus von 19 Prozent.

Durch die Zuwächse im Kredit- und Einlagengeschäft konnte die Bilanzsumme der Sparkasse zum 31. Dezember 2020 auf mehr als 5,7 Milliarden Euro erhöht werden. „Mit einem relativen Betriebsergebnis von 0,76 Prozent der durchschnittlichen Bilanzsumme liegen wir für das Jahr 2020 unter dem Vorjahresergebnis von 0,80 Prozent, übertreffen aber leicht unseren Planwert“, sagte Becker. Hauptursache für das rückläufige Betriebsergebnis sei der Rückgang im Zinsüberschuss.

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