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Seuche in Bohmte festgestellt – Kreis Minden-Lübbecke erklärt Drohne und Haldem zu Anschluss-Sperrbezirken

Faulbrut bedroht auch Stemweder Bienen

Bohmte/Haldem

Nahe der Grenze zu Stemwede wurde in Bohmte der Ausbruch der Amerikanischen Faulbrut bei Bienen amtlich festgestellt. Aufgrund der räumlichen Nähe des betroffenen Bienenstandes hat das Veterinär- und Lebensmittelüberwachungsamt des Kreises Minden-Lübbecke einen Anschluss-Sperrbezirk eingerichtet.

Bienenhalter in Stemwede sind beunruhigt. Mit dem Beginn der Honigsammelsaison ist in Stemwedes Nachbargemeinde Bohmte die Amerikanische Faulbrut festgestellt worden. Foto: Frank Rumpenhorst

Dieser liegt in den Ortschaften Drohne und Haldem der Gemeinde Stemwede. Auf der Internet-Seite www.minden-luebbecke.de finden Interessierte unter „Verwaltung – Amtliches Kreisblatt“ eine entsprechende Karte des betroffenen Gebiets.

Bei der Faulbrut handelt es sich um eine bakterielle Infektionskrankheit, die die Brut der betroffenen Bienenvölker befällt. Die Brut stirbt größtenteils ab, so dass die Zahl der Bienen in dem betroffenen Volk immer geringer wird und schlussendlich nicht mehr die notwendige Stärke aufweist, um zu überwintern. Für Menschen ist die Bienenkrankheit ungefährlich, der Honig kann ohne jede Einschränkung weiterhin verzehrt werden.

Im Sperrbezirk müssen die Halter von Bienen nunmehr verschiedene Regelungen beachten. So sind alle Bienenstände dem Veterinäramt zu melden, auch solche, die sich zur Blütezeit in diesem Sperrbezirk befunden haben. Bewegliche Bienenstände dürfen nicht von ihrem Standort entfernt werden und es dürfen keine Bienen in den Sperrbezirk eingebracht werden.

Alle Bienenvölker und -stände im Sperrbezirk müssen auf Amerikanische Faulbrut amtlich untersucht werden. Diese Untersuchung muss frühestens zwei, spätestens neun Monate nach der Tötung oder Behandlung der an der Seuche erkrankten Bienenvölker des befallenen Bienenstandes wiederholt werden.

Bienenvölker, lebende oder tote Bienen, Waben, Wabenteile, Wabenabfälle, Wachs, Honig, Futtervorräte, Bienenwohnungen und benutzte Gerätschaften dürfen nicht aus den Bienenständen entfernt werden. Ausnahmen benennt die Bienenseuchenverordnung.

Weitere Infos zum Thema, den Text der Sperrverfügung, die Karte mit den Grenzen des Sperrbezirks, Ansprechpartner sowie die entsprechenden Dokumente und Anmeldeformulare finden sich auf der Internetseite des Kreises unter der Rubrik „Tiere und Lebensmittel, Tiergesundheit, Bienen“ (https://www.minden-luebbecke.de/Service/Tiere-und-Lebensmittel/Tiergesundheit/Bienen).

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