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Erzeuger und Verbraucher informieren sich in Borgentreich über Agrarpolitik

FDP fordert mehr Wertschätzung für Landwirte

Borgentreich

Landwirte müssen unseren Dank ernten“: Unter diesem Motto hatte der Borgentreicher Ortsverband der FDP in die Schützenhalle eingeladen. Dieser Einladung waren gut 50 Landwirte und Verbraucher gefolgt, um sich über die Agrar- und Verbraucher-Politik der FDP zu informieren.

Die Liberalen haben Landwirte und Verbraucher zusammengebracht (von links): Hermann Grupe, Nico Engel, Lothar Watermeyer, Klaus Engemann, Jan Gerrit Möltgen, Martin Hillebrand, Nele Köhler, Jörg Köhler, Marion Ewers und Markus Bömelburg. Foto: FDP Borgentreich

Als erster Referent stellte Klaus Engemann, Geschäftsführer vom Biolandhof Engemann, den Betrieb, die Regional-Bewegung und die Entwicklung des Betriebes den Anwesenden vor. Der Biolandhof möchte den ehemaligen Agravis-Standort Eissen in ein Bio-Wertschätzungszentrum umwandeln. Ausführlich stellte Klaus Engemann die drei zukünftigen Säulen des Geländes vor, welche die eigene betriebliche Entwicklung, eine Verarbeitung von regionalen und biologisch angebauten Lebensmitteln und einen öffentlich zu nutzenden Teil mit Kantine, Café, Lebenshilfe, Tagungsräume oder Ausstellungen umfasst. Engemann lud alle Anwesenden ein, das Bio-Wertschätzungszentrum mit zu gestalten, zu planen oder sogar Träger oder Investor zu werden.

Anschließend referierte Hermann Grupe, Mitglied des Landtages Niedersachsen, Bürgermeister von Eschershausen und Landwirt, über die Arbeit innerhalb der FDP-Fraktion im Landtag und der Bundes-FDP bezüglich der Agrar- und Verbraucher-Politik. Er griff die Forderung auf, nur noch den Import von Lebensmitteln zuzulassen, welche nach den deutschen Standards produziert werden: „Es kann nicht sein, dass die deutsche Landwirtschaft unter strengsten Auflagen produzieren muss und die Politik es dann zulässt, dass Lebensmittel importiert werden, welche zwar die Grenzwerte einhalten, aber gen- und hormongesteuert, Natur zerstörend und ohne jegliches Tierwohl produziert werden.“

In der anschließenden, sehr angeregten Diskussion wurde vielen Landwirten klar, wie schlecht selbst der interessierte Verbraucher, informiert ist und wie wenig dieser über die Hintergründe der Entwicklung der landwirtschaftlichen Betriebe weiß. Den Verbrauchern wurde erst im Gespräch mit den Landwirten klar, wie existenziell die Nöte der Landwirte sind und zu welchen Preisen sie derzeit produzieren müssen.

Wie wichtig die Thematik ist, zeigte sich nach Beendigung der Veranstaltung. Es wurden noch viele Gespräche zwischen Landwirten und Verbrauchern geführt.

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